Podcastarchiv

  • GAG313: Die Geschwister Herschel

    Eine Geschichte über zwei Geschwister, die das Universum entdeckten

  • GAG312: Der beste aller Ritter – das Leben von Guillaume le Maréchal

    Wir springen in dieser Folge ins Mittelalter und beschäftigen uns mit dem Leben eines Ritters: Guillaume le Maréchal oder William Marshal, 1. Earl of Pembroke war aber nicht irgendein Ritter. Zu Lebzeiten galt er als der beste aller Ritter, was mit seinen Erfolgen auf diversen Turnieren zusammenhängt. Er diente unter allen englischen Königen während der Zeit des Angevinischen Reichs, darunter auch Richard Löwenherz. Am Ende schaffte er es sogar zum Regenten von England und übernahm die Vormundschaft für den noch unmündigen König Heinrich III., der die Krone beinahe an den französischen Prinzen verloren hätte. Dass wir so viel über das Leben dieses mittelalterlichen Ritters wissen, ist einem Zufall zu verdanken: Denn in den 1880er-Jahren wurde eine zeitgenössische Biographie über ihn wiedergefunden – mit immerhin 19.214 achtsilbigen Verszeilen.

  • GAG311: Der Imjin-Krieg

    Wir springen diesmal nach Korea und Japan, wo im Mai des Jahres 1592 eine der größten militärischen Auseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts beginnt. Wir sprechen darüber, warum der japanische Herrscher Toyotomi Hideyoshi sein Heer von beinahe 160.000 Mann in Korea einmarschieren ließ, und was ein paar portugiesische Händler, die im Jahr 1543 an einer kleinen japanischen Insel landeten, damit zu tun haben. Das Episodenbild zeigt die Landung der japanischen Flotte in Busan. //Literatur Samuel Hawley - "The Imjin War" Kenneth W. Swope - "A Dragon's Head and a Serpent's Tail" Stephen Turnbull - "The Samurai Invasion of Korea"

  • GAG310: Arbeitskampf, Streik und das Leben der Gewerkschaftspionierin Paula Thiede

    Wir springen in dieser Folge an das Ende des 19. Jahrhunderts und beschäftigen uns mit der Geschichte der frühen Arbeiterbewegung. Es geht um den Aufstieg der Gewerkschaften um 1900 und das stärkste Mittel, das beim Kampf um bessere Arbeitsbedingungen zur Verfügung steht, nämlich den Streik. Dazu beschäftigen wir uns mit der beeindruckenden Biographie von Paula Thiede, die als Anlegerin in der Druckbranche angefangen hat und zur weltweit ersten Vorsitzenden einer Gewerkschaft wurde, in der Männer und Frauen Mitglied waren.

  • GAG309: Die Bestie des Gévaudan

    Wir springen in dieser Folge ins 18. Jahrhundert. Schauplatz ist der Süden Frankreichs, wo zwischen 1764 und 1767 eine Bestie ihr Unwesen treibt und nicht nur die lokale Bevölkerung, sondern auch die gesamte französische Öffentlichkeit in Atem hält. Wir sprechen darüber, warum diese Geschichte so nur zu jener Zeit und nur an jenem Ort stattfinden konnte und warum sie, trotz der vielen zu beklagenden Toten, eigentlich gar nicht so außergewöhnlich war, wie es scheint. Die erwähnten Bücher sind "Monsters of the Gévaudan" - von Jay M. Smith und "Beast - Werewolves, Serial Killers and Man-Eaters" von Gustavo Sanchez Romero und S.R. Schwalb. Das Episodenbild zeigt eine Darstellung der angreifenden Bestie aus dem 19. Jahrhundert.

  • GAG308: Eine kurze Geschichte des Urlaubs und Reisens

    In dieser Folge machen wir endlich Urlaub! Strandurlaub, wie wir ihn heute kennen, ist ein noch ziemlich junges Phänomen. Einen tariflichen Urlaubsanspruch gibt es in Deutschland überhaupt erst seit der Weimarer Republik – und da wurden nur 3 bis 4 Tage Urlaub gewährt. Reisen unternehmen Menschen aber natürlich schon sehr viel länger, Reiseberichte sind seit der Frühen Neuzeit eines der beliebtesten literarischen Genres. Wir sprechen in der Folge über die Anfänge des Pauschaltourismus, die erste Kreuzfahrt und was Sanatorien mit der Geschichte des Reisens zu tun haben. Und dann geht es auch noch um die Côte d’Azur.

  • GAG307: Njinga, Königin von Ndongo und Matamba

    Wir springen in dieser Folge nach Südwestafrika. Es ist das 17. Jahrhundert, und im Gebiet des heutigen Angola ist eine Frau an der Macht des Königreichs Ndongo, die alles daran setzt, dieses Königreich vor den Portugiesen zu schützen. Wir sprechen über diese Monarchin, Njinga Mbande, die es mit sowohl kriegerischem als auch diplomatischem Geschick schaffte, ihr Königreich nicht nur gegen die Kolonialmacht Portugal, sondern auch gegen die umliegenden Königreiche zu verteidigen. Das erwähnte Buch von Linda Heywood heißt "Njinga of Angola". Das Episodenbild zeigt Njinga in einer Lithographie aus dem 19. Jahrhundert.

  • GAG306: Motoren, Krieg und Inflation – Aufstieg und Fall des Unternehmers Camillo Castiglioni

    Wir sprechen in dieser Folge über die bemerkenswerte Biographie eines Mannes, der als Pionier der frühen, motorisierten Luftfahrt gilt und die Finanz- und Wirtschaftswelt in Mitteleuropa vor und nach dem Ersten Weltkrieg geprägt hat, wie kaum ein anderer. Camillo Castiglioni hat nicht nur gemeinsam mit Ferdinand Porsche das erste Militärluftschiff der Habsburger Monarchie gebaut, sondern ist auch dafür verantwortlich, dass es in Bayern heute einen der erfolgreichsten Autohersteller der Welt gibt. Kurzzeitig war Castiglioni einer reichsten Männer Europas und an unzähligen Unternehmen beteiligt. Am Ende verlor er alles und musste untertauchen, um zu überleben.

  • GAG305: Der Piltdown-Mensch

    Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1912. In der Nähe des kleinen Ortes Piltdown im englischen East Sussex findet ein Amateur-Archäologe die Fragmente eines Schädels, und nach einigen Monaten der Ausgrabung und Entdeckung weiterer Fossilien, stellt sich heraus, dass dieser nun Piltdown-Mensch benannte Fund eine wahre Sensation für die Frühgeschichte des Menschen darstellt. Wir sprechen in dieser Episode darüber, warum der Piltdown-Mensch eine beinahe unglaubliche Sensation war, welchen Einfluss er auf die Wissenschaft hatte und warum dieser Einfluss heute in einem ganz anderen Licht gesehen wird als damals. Das Episodenbild zeigt eine Rekonstruktion des Piltdown-Menschen von James H. McGregor.

  • GAG304: Der Falschgeldbetrug von Alves dos Reis

    1925 erschütterte eine große Banknotenkrise Portugal: Mit einem dreisten, aber genialen Trick sorgte Alves dos Reis für einen der größten Geldfälschungsskandale überhaupt. Er fälschte die Geldscheine nicht in mühevoller Kleinarbeit, sondern ließ sie in großem Maßstab von einer offiziellen Druckerei herstellen – und eine eigens gegründete Bank nutzte er, um das Geld zu waschen und in Umlauf zu bringen. Wir sprechen in der Folge darüber, wie es Reis gelungen ist, eine Druckerei in London von seinem Vorhaben zu überzeugen. Waterlow and Sons hat schließlich 580.000 Banknoten geliefert, hergestellt mit den echten Escudo-Druckplatten, mit einem Wert von 290 Millionen Escudos. Das entsprach immerhin 16,5 Prozent der Gesamtmenge an Banknoten, die gerade in Portugal zirkulierten.

Seit sechs Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

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