Der Geschichte Podcast

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Datum: 5. Mai 2021 9:38 | Dauer: 0:45:48
Eine Geschichte über Nayo Bruce und „Völkerschauen“

Ende des 19. Jahrhunderts kam Nayo Bruce aus Togo in Westafrika ins Deutsche Kaiserreich und wurde Teil einer „Völkerschau“ bzw. eines Menschenzoos. Im Rahmen der Berliner Gewerbeausstellung 1896 – die als verhinderte Weltausstellung bekannt ist – fand auch eine Kolonialausstellung statt, bei der über 100 Afrikanerinnen und Afrikaner in nachgebauten Dörfern ihr Alltagsleben nachspielen mussten. Als Mitglied der sog. „Togo-Truppe“ oder „Togo-Karawane“ zog Nayo Bruce in den folgenden Jahren mit seiner Familie jahrzehntelang quer durch Europa und wurde schließlich selbst zum Impresario der Gruppe. Wir sprechen in der Folge über die Geschichte der „Völkerschauen“, welche Rolle der Hamburger Carl Hagenbeck darin spielte und warum die letzte „Völkerschau“ bei einer Weltausstellung vorzeitig abgebrochen wurde. Zwei Bücher werden in der Folge erwähnt: „Nayo Bruce. Geschichte einer afrikanischen Familie in Europa“ von Rea Brändle und „Gezähmte Wilde: Die Zurschaustellung exotischer Menschen in Deutschland 1870-1940“ von Anne Dreesbach.


Datum: 28. April 2021 10:00 | Dauer: 0:46:10
Eine Geschichte über einen Mann, der seinem Gewissen, nicht den Gesetzen folgte.

Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1938. Nach dem sogenannten Anschluss bleibt vielen Jüdinnen und Juden nur die Flucht ins Ausland. Vor allem in der eigentlich neutralen Schweiz erhoffen sie sich Zuflucht, doch schon bald macht auch die Schweiz für sie die Grenzen dicht. Wir sprechen in dieser Folge über einen Mann, Paul Grüninger, dessen Aufgabe eigentlich die Bewachung dieser Grenzen war, der aber schließlich nicht seinen dienstlichen Anweisungen sondern seinem Gewissen folgt und damit tausenden Menschen das Leben retten wird. Das in der Folge erwähnte Buch ist "Grüningers Fall" von Stefan Keller. Das Episodenbild zeigt Paul Grüninger, vermutlich aus dem Jahr 1939.


Datum: 21. April 2021 9:47 | Dauer: 0:43:23
Eine Geschichte über Äthiopien und Menelik II.

Wir springen ins 19. Jahrhundert nach Afrika. Genauer, in den östlichsten Teil des Kontinents, an das Horn von Afrika. Dort fand bei Adua am 1. März 1896 die bis dahin größte Schlacht der Kolonialgeschichte Afrikas statt. Und sie endete mit der ersten, vernichtenden Niederlage einer Kolonialmacht. Italien versuchte, ausgehend von der Kolonie Eritrea, seinen Machtbereich auszudehnen, doch das Kaiserreich Abessinien unter Menelik II. konnte sich erfolgreich dagegen wehren. Äthiopien blieb damit das einzige afrikanische Land, das nie Kolonie war. Menelik II. gilt als der Begründer des modernen Äthiopiens. Unter seiner Herrschaft wurde unter anderem die heutige Hauptstadt, Addis Abeba, gegründet. Wir sprechen in der Folge, wie es zur Schlacht bei Adua kam, welche inneren Konflikte Menelik überwinden musste, um Kaiser zu werden und wie die Rastafari zu ihrem Namen kamen.


Datum: 14. April 2021 10:31 | Dauer: 0:42:16
Eine Geschichte über einen Reiterangriff, der so nie stattfinden hätte dürfen.

Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1854. Schauplatz ist die Krim, wo Russland, Frankreich, Großbritannien und das Osmanische Reich Krieg führen. Wir sprechen aber nicht über den gesamten Krieg, nicht mal über eine ganze Schlacht, sondern einen einzigen Angriff einer Reiterbrigade und werden im Laufe der Folge herausfinden, warum es gerade jener Angriff ist, der so lange im patriotischen Gedächtnis Großbritanniens blieb. Das verwendete Buch ist "The Charge" von Mark Adkin. Das Episodenbild zeigt den Angriff der Leichten Brigade in einem Gemälde von Richard Caton Woodville Jr.. AUS UNSERER WERBUNG Die Stadtplakate von Wolfgang Philippi sind unter wolfgangphilippi.de oder auch colapommes.de zu erwerben. Bis zum 16.5.2021 gibt es sie mit einem Rabatt von 10%. Im Shop dazu einfach den Gutscheincode geschichte eingeben.


Datum: 7. April 2021 10:18 | Dauer: 0:44:41
Der Vierte Kreuzzug und der Anfang vom Ende des Byzantinischen Reichs

Wir beginnen diese Folge in Venedig. Dort machte sich im Jahr 1202 ein Heer von Kreuzfahrern auf den Weg, um Jerusalem von der Herrschaft Saladins und der Ayyubiden zu befreien. Dieser Vierte Kreuzzug nahm aber einen ganz anderen Verlauf als geplant. Denn die Kreuzritter kamen nicht einmal in die Nähe von Jerusalem. Stattdessen wurde es der erste Kreuzzug, bei dem die Kreuzfahrer ausschließlich gegen Christen kämpften. Am Ende kam es zu einer der größten Plünderungen des Mittelalters: Konstantinopel, eine der reichsten christlichen Städte jener Zeit, wurde von den Kreuzfahrern zerlegt. Die wertvollsten Reliquien und Kunstgegenstände lassen sich noch heute in Venedig bewundern, wie etwa die Pferde von San Marco. Wir sprechen in der Folge darüber, was ein geblendeter Doge damit zu tun hat und warum damit der Anfang vom Ende des Byzantinischen Reichs eingeläutet wurde.