GAG119: Die NS-Thingbewegung – Thingstätten und Thingspiele

Wir beschäftigen uns dieser Episode mit einem gescheiterten NS-Propagandaprojekt: der NS-Thingbewegung. Nach 1933 wurde nicht nur der Bau von 400 Thingstätten geplant, sondern auch der Versuch unternommen, mit dem Thingspiel ein „germanisches“ Theater zu erfinden.

Nach nur wenigen Jahren wurden die NS-Thing-Versuche aber wieder abgebrochen. Einige der damals gebauten Thingplätze werden bis heute genutzt, wie die Waldbühne in Berlin, die Heidelberger Thingstätte auf dem Heiligenberg oder das Kalkbergstadion in Bad Segeberg. Außerdem am Anfang: eine (ganz) kurze Einführung in die germanischen Ursprünge des Thing.

Heidelberger Thingstätte auf dem Heiligenberg.
Heidelberger Thingstätte auf dem Heiligenberg.

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13 Replies to “GAG119: Die NS-Thingbewegung – Thingstätten und Thingspiele”

  1. Jan

    Hallo Zusammen,

    Ich finde leider, dass die Folge irgendwie nicht euren üblichen Standards entsprach. Es fehlte mir die „Story“, die ihr sonst immer erzählt, stattdessen gab es zuviel „History“, die sonst so schön nebenbei eingeflochten wurde.

    Das fühlte sich für mich diesmal mehr wie Wikipedia-Artikel nacherzählt an.

    Bitte nehmt das nicht persönlich, ich höre euch sonst immer gerne…

    PS: Denkt mal über Patreon nach

    • Daniel

      Lieber Jan,

      danke für das Feedback! Schade, wenn dir die Folge nicht gefällt. Klar, die Geschichte hat einen anderen Erzählbogen, aber ich finde sie ehrlich gesagt wichtig, weil es ein vielfach vergessener Teil der NS-Geschichte ist.

      Patreon ist erstmal nicht geplant. Der effektivste Weg zu unterstützen ist per Überweisung, da bleibt am meisten bei uns hängen.

      Viele Grüße
      Daniel

  2. Caro

    Hallo miteinander

    Immer wieder spannend, wie Meinungen sich unterscheiden können. 🙂

    Mein Freund und ich haben uns über die Folge gefreut und fanden es sehr spannend, etwas über Thingstätten zu lernen. Tatsächlich hatten wir noch nie von der Thingbewegung gehört und freuen uns darauf, den entsprechenden Freilichtbühnen nun mit anderen Augen begegnen zu können.

    Beste Grüsse

  3. Mithrandir

    Ich bin gerade am Aufholen (ca. 2 Episoden pro tag im Schnitt)
    Vorneweg. ihr seid echt Spitzenklasse. Bildung, Geschichte, Wissen zum zeitvertreib. Dankedankedanke, dass Ihr euch die Mühe macht.
    Zur Thingstättenepisode, die heute bei mir dran war:
    Ich wohne in dert Nähe von Heidelberg und kann nur jedem empfehlen die Thingstätte zu besuchen. Steingewordener Nationalsozialismus trifft es echt. Es ist quasi das Berliner Olympiastadion in kleiner und idyllischer.
    Dass dort die legendären Walpurgisnächte (an Neujahr war auch immer die Hölle los), nicht mehr stttfinden hat nicht nur mit Waldbränden zu tun.
    die Infrastruktur dort oben ist mies. Außerdem gibt es keine ausgebauten Zufahrtswege. Man muss durch die engen Straßen des naheliegenden Örtchens.
    Ansonsten wäre das der ideale Platz für Festivals jeder Art, aber alleine ausreichend Dixisklos dort hochzuschaffen würde die Geduld der Anwohner sicherlich über alle Maßen strapazieren.
    Wer Zeit und Kondition hat sollte übrigens über den Philosophenweg zur Thingstätte wandern, dann hat man auch einen schönen Blick auf die Heidelberger Altstadt. In der Altstadt hat man nur einen schönen Blick auf die ganzen Touris 🙂
    Und einen hab ich noch.
    Wenn man schon oben ist, nicht vergessen die paar Meter weiter zu laufen und das Michaelskloster (also die Überreste) besuchen: https://de.wikipedia.org/wiki/Michaelskloster_(Heidelberg)
    Nicht nur ein interessanter Ort, sondern auch ein schöner Picknick- und Aussichtsplatz.

    • Daniel

      Hey,
      danke für das Feedback! Meine Hauptquelle war das Buch: Rainer Stommer. Die inszenierte. Volksgemeinschaft. Die »Thing-Bewegung« im Dritten Reich.
      Viele Grüße, Daniel

  4. Sven

    Hallo zusammen,

    ich höre gerade alle Episoden durch, da ich nicht von Anfang an dabei war. Vielen Dank für den Podcast, Ihr macht das super, es ist eine Freude die Episoden zu hören. Nur EINER hat bei mir nicht das letzte Wort, das skippe ich weiter 😉 . Jetzt weiß ich zum ersten Mal selbst was zum Thema: Das Wort Thing kenne ich vom Herrn der Ringe. Die große Versammlung der Ents hieß dort Entthing. Offenbar aber nur in der deutschen Übersetzung. Laut Internet war das Wort im Original moot (laut Leo.org: Volksversammlung).

    Gruß aus dem Auenland
    Sven

  5. Gabi

    Zum Tag des dt. Denkmals habe ich von dem dortigen Historiker des Landes RLP erstmals je das Wort Thingstätte gehört. Wirklich sehr wenig bekannt.
    Die anderen in der kleinen Gruppe fragten auch nicht nach was eine “Thingstätte” sei, also würde ich mich nicht blamieren und später online mich dazu kurz belesen. Tat ich auch auf 4 Onlineseiten. Thematik ist überall relativ kurzgefasst. Soweit zur Vorgeschichte was mich hierher verschlug.
    Google spuckte mir eben auch diese Seite aus und ich fand die etwas umfassendere Recherche des Sprechers 1 wirklich sehr informativ und kompetent.
    Nur was dieses Format zerstört ist der Sprecher 2 (Richard?!) mit seinem “OK”, “Aha”, “Yeah”, “Achso”, “Uh-huhm” – Gestammel…. inkl. völliger Unwissenheit zu ALLEM! Zumal eingangs ja so getan wurde als wäre er der TOP-Historiker. Wäre schön – wenn es einen 2. Sprecher gibt – dieser auch etwas mehr evaluierend zu BEITRÄGT! Sonst wäre ein Monolog das weitaus geeignetere Stilmittel um Hörer zu begeistern!
    Ich hätte mit Sicherheit auf dieser Seite noch einige weitere informelle Podcasts angehört, aber in dieser Aufmachung UNERTRÄGLICH meinen Ohren weiteres “OK”, “Aha”, “Yeah”, “Achso”, “Uh-huhm” – Proleten-Dummgeblök anzutun. So verlass ich diese Seite eben direkt wieder ohne Bookmark. Sorry not sorry – ehrliche Kritik eben!

    • Richard

      Liebe Gabi, vielen Dank für dein ausführliches und pointiertes Feedback. Gut zu lesen, dass du zumindest dein Wissen über Thingstätten erweitern konntest.
      Liebe Grüße,
      Richard

  6. Jule

    Lieber Daniel, Du kannst ja mal mit der S3 nach Pinneberg fahren, die Bahnhofsstraße runterlaufen und dort in die Fußgängerzone zum bummeln gehen, die „Dingstätte“. Nun war ich seit knapp 20 Jahren nicht mehr in meinem Heimatkaff, aber zumindest die alte Drostei mit dem kleinen Park dahinter steht ganz bestimmt noch da und ist hübsch anzusehen. Evt. gibt es noch das nahe „Samlandmuseum“. Das passt dann aber eher zur Werwolfsfolge und Livland…

    Und Richard, Du aller Prolet, alter Falter, hass voll nich den Plan, wah 😉 ?
    Gräm Dich nicht, wir können ja alle noch was vom Daniel lernen 😉

  7. Dani

    Sehr spannend die Erwähnung des Frankenburger Würfelspiels. Dachte in Ö. kennt das jeder. Nur die Thing-Verbindung war mir nicht bekannt. In OÖ lernt man über das Würfelspiel in der Schule. Außerdem wohne ich mittlerweile ganz in der Nähe von Frankenburg und habe die Aufführung welche 2jählich stattfindet natürlich schon gesehen. Sehr empfehlenswert….mit Laiendarstellern open air. Auch wenn der große Baum auf der „Bühne“ nicht der Originalbaum ist. Der stand glaube ich mehr Richtung Pfaffing….
    Wieder was gelernt.

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