GAG90: Aufstieg und Fall des Roger Casement

In dieser Episode springen wir zurück ans Ende des 19. Jahrhunderts und sprechen über Roger Casement, eine außergewöhnliche Figur, die maßgeblich am Erstarken der Menschenrechtsbewegung und später der irischen Freiheitsbewegung beteiligt war. Es geht um Kolonialismus, Nationalismus und schließlich ein verräterisches Tagebuch.

Verstärkung hatten wir für diese Folge in Form von Angus Mitchell, Professor an der Limerick University in Irland und Experte für Roger Casement. Vielen Dank nochmals an ihn!

Das von ihm verfasste und in der Episode erwähnte Buch heißt “Roger Casement: 16 Lives“.

Das Episodenbild wurde von der National Library of Ireland über Flickr Commons zur Verfügung gestellt.

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6 Replies to “GAG90: Aufstieg und Fall des Roger Casement”

  1. Bernhard Schmalhofer

    Ich habe gerade diese alte Folge nachgehört. Zufälligerweise ist sie ja fast tagesaktuell, da die Grenze zwischen der Republik Irland und dem UK gerade in aller Munde ist.

  2. Gerd

    Eine meiner Zeitsprung-all-time-favourites. Zu erwähnen wäre noch, dass Mario Vargas Llosa in seinem Roman von 2011 “Der Traum des Kelten” das Leben Roger Casements literarisch nachzeichnet. Ein fesselndes Buch, kein Historien-Schmöker!

  3. Tina

    Richard, hast du durch das Buch bzw. das Interview denn einen Eindruck gewinnen können, wie die Engländer (Regierung/Volk…) Heute zu dieser Episode stehen? Ist es z.B. relevant, dass das Thema Homosexualität so genutzt wurde um eine unliebsamen Person über die letzten Zentimeter an der Klippe zu stoßen? Das interessiert mich deshalb, weil ja jetzt öfter noch davon zu hören ist, dass Regierungen sich bei dieser Menschengruppe rückwirkend entschuldigt und/oder Entschädigung zahlt. Oder ist das bei den Engländer heute eher egal, da das Thema des Hochverrats als wichtiger angesehen und damit alles legitimiert wird?
    Ich weiß, die Folge ist schon etwas her, aber vielleicht erinnerst du dich ja noch dran dazu was mitbekommen zu haben… 🙂

  4. Thorsten Krause

    Lieber Richard,

    wie sagte mein alter Professor einstmals zu mir? Viel Sonne, viel Schatten.

    Belgisch-Kongo und der Umgang mit diesem Sündenfall unter den ehedem reichlich sündigen Kolonialherrschaften der Europäer nicht bloß in Afrika hätte es verdient, in einer eigenen Zeitsprungfolge behandelt zu werden. Dabei wäre u. a. die Frage, inwiefern sich gerade England mit seinem ostentativ vorgetragenen Ekel und seiner öffentlichen Verurteilung einerseits und seiner eigenen Kolonialpolitik andererseits positiv von den Exzessen in Belgisch-Kongo abheben wollte, reizvoll, denn dass auch England eine imperialistische Macht ersten Ranges war, zeigt ja gerade auch sein Umgang mit Irland, dessen Freiheitsbewegung ebenfalls einen gesonderten Podcast-Beitrag erlaubte. Aber in der ZS-Folge 90 geht es eigentlich um das bewegte Leben eines Mannes, der am Ende zum Opfer seines Kampfes um Freiheit und Selbstbestimmung der Völker wurde, was ja bekanntlich zu jener Zeit ein ganz großes Thema war, wie die diesbezüglichen Verlautbarungen Lenins und Wilsons beweisen; unabhängig davon, wie propagandistisch diese beiden Politiker hierbei vorgingen. Gut, zwei große Themen als Bühnenhintergrund des Lebens eines bemerkenswerten Menschen abzuhandeln ist schon ein Drahtseilakt, aber einem englischsprachigen Experten, der keinen Podcast macht, sondern am Telefon seine Forschungsergebnisse referiert, sehr oft breiten Raum zur Beschreibung zu geben, ist mir zu viel des Guten gewesen. Ich habe das als störend empfunden, da es gerade hier auf eine komprimiertere Darstellungsweise angekommen wäre, die Du, Richard, besser gleich und nicht erst in Form Deiner reichlich knappen Übersetzung mit eigenen Worten durchgeführt hättest. Also, kurzum, ein wie immer überaus interessantes Thema, doch in seiner technischen Umsetzung zu lang und zu oft „im Original zitiert“. Das kannst Du besser, wie ich zum Glück weiß.

    Mit kollegialen Grüßen,

    Thorsten.

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