GAG213: Tom Morris und eine kleine Geschichte des Golfsports

Wir springen in dieser Folge ins Schottland des 19. Jahrhunderts. Fokus ist diesmal der Golfsport, der in diesen Gefilden zu jenem Zeitpunkt bereits auf eine lange Tradition zurückblicken kann. Wir sprechen allerdings über jenen Mann, der Golf, so wie wir den Sport heute kennen, maßgeblich geprägt hat. Es geht um Weber, große Erfolge und eine große Tragödie.

Die verwendete Literatur ist „Tom Morris of St. Andrews – The Colossus of Golf“ von David Malcolm und Peter E. Crabtree.

Das verwendete Episodenbild zeigt Tom Morris, wahrscheinlich im Jahr 1905.

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18 Replies to “GAG213: Tom Morris und eine kleine Geschichte des Golfsports”

  1. Jule

    Richard, Sport ?! Sehr cool.
    Auch eine sehr nette Geschichte, vor allem das mit den Weber*innen und ihren Vorlesern gefiel mir sehr, das schien eine sehr nette autonome Clique gewesen zu sein.
    Wenn frau genug gearbeitet hat, gehen sie Gowf spielen. Wow! Das wäre doch heute mal was.
    Aber ich schaff´s nicht, jetzt nicht noch zu klugscheissern.
    Richard, ein HASE hat lange Löffel (Ohren) und Beine, lebt außerhalb der Paarungszeit allein, hat nur ein oder zwei Junge, die nicht in Höhlen geboren werden sondern in so Mulden (Sassen) in Wiesen oder Feldern liegen und auf die Mutter warten, wenn sie Nahrung sucht.
    KANINCHEN leben in Gruppen, bauen Höhlen, bekommen mehrere nackte Junge, sind kleiner, gedrungener mit kurzen Öhrchen…
    Letztere werden wohl die „Lincks“ (wie schreibt sich das?)untertunnelt haben.

      • Richard

        Danke Jule und BaFiBo fürs Feedback. Tatsächlich ist’s ein bisschen komplizierter: die Tiere, die gezüchtet wurden, waren wirklich Hasen, keine Kaninchen. Allerdings wurden sie eben gezüchtet und dadurch gab’s eine solche Menge von ihnen, dass sie den Golfplatz beschädigen konnten. Da aber nicht genau so, wie ich’s beschrieben hab, mit Tunneln, etc., sondern einfach durchs aufreißen des Grases, etc. und haben damit die Links auch unbespielbar gemacht.

        • BaFiBo

          Inzwischen habe ich auf Wikipedia über Hasen nachgelesen und mußte feststellen, daß es offenbar noch komplizierter ist. Daß auch im Englischen sprachlich zwischen Hase (hare) und Kaninchen (rabbit) unterschieden wird, wurde ja schon in den Anmerkungen zu Wojtek dem Bären geklärt. Aber Hasen gehören offenbar nicht zur ursprünglichen Fauna der britischen Inseln, sondern wurden importiert (man mag es kaum glauben). Leider schweigt sich Wikipedia darüber aus, wann dies passierte. Es fällt mir schwer zu glauben, das dies erst im 19. Jahrhundert erfolgt sein soll. Oder waren die Hasen im Norden damals noch so selten, daß man sie züchten mußte?

  2. teemu

    Danke fuer die Episode Richard – ich hatt durchwegs Gaensehaut! Wir hoeren weiterhin begeistert Zeitsprung wenn wir ins schoene Adamstal fahren – es geht sich immer perfekt auf mit 40 minuten.

    Ein paar Punkte die ich der vollstaendigkeit-halber einwerfen moechte:
    – Golf wurde damals von Tom, Allan, Willie usw um Geld, zur Belustigung der Zuseher gespielt. Es floss sehr viel Geld, es gab viele „Side-Games“.
    – Golf Pro´s – zu der Zeit, also Greenkeeper, Trainer und Caddies waren eine andere Kaste, sie wurden z.b. nie Mitglied eines Golf Clubs wie des „Royal and Ancient“ in St. Andrews (der nach wie vor die Golfregeln festlegt).
    – Ich glaube es hat sich bis tief ins 20te Jhd gezogen,als das der Unterschied zwischen Gentleman Golfer (Amateur) und Pro aufgehoben wurde.
    – es gibt im Grossen und Ganzem gab´s/gibts 3 Formate: Lochwettspiel (Mathplay) – wo der mit den niedrigsten Ergebniss ein Loch von (inzwischen 18) gewinnt; Zaehlwettspiel – der mit den niedrigsten Gesamtschlaganzahl gewinnt das Turnier; Stableford – ein ein wenig komplexeres Verfahren in dem Leistungsunterschiede egalisiert werden (da gibt es zwei Wertungen).
    – Es gibt ein ursprungliches „Old Tom Morris“ Design, Askernish, der wirklich noch so ist wie vor 130 Jahren – Erik Ander Lang hat dort eine Folge gedreht fuer Adventures in Golf https://www.youtube.com/watch?v=xhMc-mVFz_M und er kommt auch in „A Course called Scotland“ von Tom Coyne vor.
    – ich empfehle Jeder und Jedem – der sich fuer viel Sozialkolorit und vielleicht modernes Golf interessiert – auch: „The Greatest Game ever played“ (gibt auch nen Filem) und „The Grand Slam“ von Mark Frost.

    Danke nochmal Richard & Daniel, ich hoffe es gibt bald mal wieder ne Folge mit Golfbezug!

    lg teemu & bernd

  3. Uwe

    Zwei Anmerkungen:

    1. Bitte gleich im Hauptmenü einen Punkt “Spenden” ergänzen. Ich musste ewig suchen.
    2. Ich verstehe einen Teil des Satzes nicht, den der Österreichische Herr am Anfang und am Ende einer jeden Folge sagt. Könnt Ihr den Satz irgendwo hinschreiben oder mal sagen?

    • Marlies Ploner

      😏 der „österreichische herr“ ist bruno kreisky und er sagt „Lernen’S ein bissl Geschichte und dann werden Sie sehen, Herr Reporter, wie das (in Österreich) sich damals (im Parlament) entwickelt hat.“ (das in klammer ist teil des originalzitats, aber nicht im jingle)
      ich empfehle Folge 5 (sic!) nachzuhören, da wird das behandelt.

  4. Bronu Kriskey

    Als ich den Titel gelesen habe, war ich zugegebenermaßen sehr skeptisch. Auch wenn ich mir wohl eingestehen muss, dass es ein Vorurteil ist, verbinde ich Golf mit Zahnärtzen im Pollunder. Und für mich hat „Sport“ in erster Linie mit körperlicher Ertüchtigung zu tun …
    … und obwohl ich einen (vielleicht überzogenen) Blick auf das Ganze habe, hat mir die Folge Spaß gemacht, da hier die Menschen und deren Leistungen/Leben im Vordergrund standen.

    Daher mein Rat an alle Skeptiker: Trotzdem reinhören!

    • Dirk

      Genau, toll erzählte Geschichte über Menschen, die in Ihrem Leben etwas erreicht oder verändert haben. Und eine nette Erinnerung daran, mit welchen Problemen die Menschen sich früher ‘herum geschlagen haben’.

      Zum Thema Sport: 10-12 Kilometer in rund 4-4,5 Stunden Bewegung im Gelände sind nicht zu vergleichen mit bspw. 10 oder mehr Kilometer Laufen. Aber trotz meiner Vergangenheit als Radrennfahrer betrachte ich auch Golf definitiv als Sport, der übrigens auf dem Weg zum Breitensport ist. Zahnärzte trifft man im Club (mit und ohne ‘Pullunder’ 🙂 ) aber auch Studenten oder Paketfahrer.
      Ein cooler Aspekt ist, dass sich durch die Handicap-Regelung jede(r) mit jedem(r) im Wettkampf direkt vergleichen kann.

      Unbedingt ausprobieren, aber Achtung – Suchtgefahr!

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