GAG204: Obaysch – das viktorianische Nilpferd


Wir springen in dieser Folge in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Die relativ neu gegründete Zoological Society in England will ihren Zoo im Regent’s Park um einen Star erweitern. Sie beschließen, dass dieser Star ein Nilpferd sein muss, und mit Hilfe des ägyptischen Machthabers, wird dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt.

Wir sprechen in dieser Folge über dieses Nilpferd, Obaysch: woher es kam, was es so besonders machte, was es für das viktorianische England bedeutete und welches Vermächtnis es hinterließ.

Die erwähnte Literatur ist das Buch “Obaysch – A Hippopotamus in Victorian London” von John Simons.

Das Profilbild zeigt Obaysch auf einer Fotografie aus dem Jahr 1852.

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5 Antworten auf „GAG204: Obaysch – das viktorianische Nilpferd“

Wieso hat ein Tier, das von englischsprachigen Menschen gefangengehalten wurde, einen Namen mit “sch”? Auch wenn der Name von den nicht englisch, sondern eher arabisch sprechenden Fängern stammt, ist dieses Detail unverständlich.

Lieber Daniel, lieber Richard, ich bin erst vor kurzem auf euren Podcast (über Spotify) gestoßen. Höre chronologisch alle Folgen nach. Danke! Lenkt mich von meinen sinnlosen Grübelgedanken ab. Es gab einen Buchtipp, leider werde ich nicht fündig. Brexit, die Geschichte Englands? Geschichte Britaniens? Bitte um eure Hilfe. LG Regina (geboren 1966, kein Instagram, kein Facebook)

Ich habe den Podcast über die Rollenspiel/ AD&D -Folge mit Harald und Markus entdeckt und somit eine riesige Auswahl von Folgen.

Diese Folge über ein Nilpferd in London sprach mich vom Titel her überhaupt nicht an und ist ein gutes Beispiel dafür, wie breit so ein Folge wissen streut und welche Themen alles behandelt werden.
Sehr schön.

Hi Richard, hi Daniel!
Fun Fact zur Folge: der Londoner Leander Rowing Club trägt ein Hippo in seinem Clubwappen.

https://www.leander.co.uk/

Wie es dazu kam konnte ich leider nicht recherchieren, sollte ich wieder mal dort zu Gast sein, werde ich es nun aber erfragen 😉

Toller Podcast!
Felix

Hier eine weite irre Nilpferdgeschichte: Der Drogenbaron Pablo Escobar hatte in deiner Ranch in Kolumbien neben Giraffen und Elefanten auch Nilpferde. Nachdem Escobar 1993 erschossen wurde fanden viele Tiere ein neues Zuhause in Zoologischen Gärten. Nur die Nilpferde nicht. Zu aggressiv, zu teuer, zu schwer für den Transport. Irgendwer kam auf die glorreiche Idee und lies sie einfach frei.
Im kolumbianischen Klima und mit seinen vielen Seen und Flüssen fanden die Tiere eine ideale Umgebung und vermehrten sich prächtig. Kolumbien ist ein Nilpferdparadies! Jede Menge Futter und keine Trockenperioden wie in ihrer Heimat, welche die Nilpferdbestände in Afrika regelmäßig dezimieren. Daher wurden es immer mehr bis sich Fischer beschwerten, weil sie durch Nilpferde angegriffen wurden und nicht mehr ihrer Arbeit nachgehen konnten. Die regionale Umweltbehörde mache sich also bereit die Nilpferdpopulation zu dezimieren. Dann ging ein Aufschrei durch die Bevölkerung! Die knuddeligen, süßen Nilpferde sollten nicht abgeschossen werden! Es gelang einigen Organisationen tatsächlich Nilspferde unter Schutz zu stellen: Es darf in Kolumbien weiterhin Jagd auf Jaguare gemacht werden aber die Nilpferde sind geschützt!!!
Das fanden die Nilpferde natürlich prima und sie vermehrten sich immer mehr. Inzwischen besuchen sie hin und wieder kleine Orte, grasen die Fußballfelder ab und so weiter. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die tonnenschweren Tiere, die ihr Review verteidigen, Menschen verletzen oder töten.
Um die Population (im Moment sind es ca. 80 Tiere) irgendwie in Schach zu halten wurde 1990 die erste Nilpferdkastration der Welt durchgeführt.
https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/kolumbiens-rätsel-um-pablo-escobars-entflohene-flusspferde/ar-BB14d5sv

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