GAG180: Die Gelbe Flotte – ein Schiffskonvoi zwischen den Fronten

Wir springen nur einige Jahrzehnte zurück und beschäftigen uns in dieser Episode mit einem Schiffskonvoi, der im Sueskanal während der Zeit des Sechstagekriegs und des Jom-Kippur-Kriegs ankern musste – nachdem der Kanal für die Schifffahrt gesperrt wurde. Die 14 Frachtschiffe wurden als Gelbe Flotte bekannt und waren 8 Jahre lang inmitten des weltpolitischen Geschehens, denn der Sueskanal bildete während der Zeit die Frontlinie: Auf der Westseite des Kanals stand das ägyptische Militär und auf der Ostseite das israelische Militär.

Was passierte aber mit der Ladung der Schiffe und wie haben sich die Schiffscrews während der langen Zeit im Großen Bittersee beschäftigt?

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17 Replies to “GAG180: Die Gelbe Flotte – ein Schiffskonvoi zwischen den Fronten”

  1. Viktor

    Vielen Dank für diese wieder einmal sehr spannende Episode! Erst vor kurzem habe ich in Heinz Strunks “Der Goldene Handschuh” den “Mini-Exkurs” zur “Gelben Flotte” gelesen und mir vorgenommen, einmal mehr darüber zu erfahren. Dass Ihr die Informationen jetzt quasi frei Haus liefert, freut mich sehr. 🙂

  2. Bertil

    Sehr interessanter Beitrag und (wie immer) sehr spannend erzählt! Es gab auf Phoenix vor ein paar Jahren eine Doku dazu, die habe ich (als ich jetzt danach suchte), auf youtube entdeckt: “Gefangen im Bittersee – Schiffsfalle Suezkanal”.

  3. Pia

    Habe mir gestern diese Folge angehört. Habe euch erst bei Folge 195 entdeckt und höre mich jetzt querbeet durch 🙂 Ich fand die Folge wirklich super! Vielen Dank Daniel! Habe davon noch nie etwas gehört. Finde es auch eine gute Geschichte für die Schule, um das Thema Kalter Krieg und Stellvertreterkriege zu veranschaulichen. Wir angehenden Lehramtler sind da immer dankbar und euer Podcast ist eine wahre Fundgrube an solcher Geschichten! Bravo 🙂 Macht bitte unbedingt weiter!

  4. Jule

    Das ist ja mal eine abgefahrene Geschichte. Die beiden Kriege sind mir zwar geläufig, aber von dem Schiffsknast habe ich noch nie gehört.
    Die Doku werde ich mir auch mal ansehen.
    Gefällt mir sehr, dass die Besatzungen so gut kooperiert haben.
    Zu der Zeit ist mein Vater ja noch zur See gefahren oder hat im Hamburger Hafen gearbeitet, da müsste er das ja eigentlich mitbekommen haben.

  5. Uwe Rumberg

    Übrigens: Der Suezkanal hat 2019 ca. 5.800 Millionen Dollar eingenommen. Dabei haben 18.880 Schiffe den Kanal passiert: Macht durchschnittlich pro Schiff über 300.000 Dollar! Hängt sehr von der Größe der Schiffe ab. Kann also noch viel teuerer sein für ein richtig großes Schiff! (Einnahme-Zahlen werden leider von der Suezkanal-Gesellschaft nicht mehr direkt veröffentlicht, lassen sich aber im Netz recherchieren.)

  6. Helga

    sorry, vor meinem Kommentar sollte noch ein “Schon gesehen?” stehen – aber ich hatte ihn zu schnell abgeschickt
    😉

  7. Toob

    Der von Richard angesprochene Begriff der “sunk cost fallacy” erinnert mich an das etwas allgemeinere Konzept der Pfadabhängigkeit (https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadabh%C3%A4ngigkeit und in Bezug auf diese Podcast-Episode besonders der Abschnitt https://de.wikipedia.org/wiki/Pfadabh%C3%A4ngigkeit#Korrekturm%C3%B6glichkeiten). Ein weiteres sehr alltagsbekanntes Beispiel analog zum im Podcast erwähnten Ticketkauf ist das “zu Ende schauen/lesen” von Filmen oder Büchern, von denen schon zu einem frühen Zeitpunkt klar wird, dass sie der konsumierenden Person nicht gefallen. Der Preis wird in diesen Fällen dann nicht mit Geld, sondern mit immer mehr verschwendeter Zeit bezahlt; das Modell ist aber dasselbe. Vielleicht interessiert das ja jemanden 🙂

  8. Franziska

    Cool! Dank dieser Folge kann ich nun alle News zur Evergiven, die den Suezkanal blockiert, mit „hoffentlich dauerts nicht wieder 8 Jahre“ kommentieren!

  9. Daniel P.

    Irgendwie kurios, dass ich diese Folge eben erst gehört habe, da ich erst später mit GAG angefangen habe. Genau so wie bei der Pandemie-Folge letztes Jahr… Geschichte wiederholt sich halt. Vielleicht sollte ich lieber aufhören? 😉

  10. Miriam

    Lieber Daniel, lieber Richard, herzlichsten Dank für Euren großartigen Podcast. Ich höre Euch seit circa einem Jahr immer beim Nähen oder zum Aufräumen – Ihr entspannt UND motiviert mich gleichzeitig.
    Mittlerweile habe ich sofort Schnittmuster im Kopf, wenn ich Eure Stimmen höre: ein klassischer Fall von Selbstkonditionierung, hehe.

    Umso schöner, dass es noch so viele Folgen gibt, die ich nicht gehört habe!

    Zu dieser Folge kam ich ausnahmsweise nicht selbst durch wildes Scrollen, sondern über einen Kommentar unter einem Facebook-Artikel zur Everjust im Suez-Kanal.

    Eine irre Geschichte, damals wie heute.

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Seit sechs Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

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