GAG120: Die Rückkehr des Martin Guerre

Wir springen in dieser Episode ins 16. Jahrhundert und beleuchten die Geschichte des vielleicht faszinierendsten Gerichtsfalls der Zeit.

Es geht um Martin Guerre, baskischstämmiger Bauer in einem Dorf in den südfranzösischen Pyrenären. Eines Tages verschwindet der Mann spurlos, lässt Frau, Sohn und gesamte Habe ohne ein Wort zurück. Acht Jahre später kehrt er wieder, doch schnell stellt sich heraus, dass nicht alles so ist, wie es scheint.

Die maßgebliche Literatur, die für diese Episode verwendet wurde ist von Natalie Zemon Davis und heißt passenderweise: The Return of Martin Guerre.

Das Episodenbild zeigt zwei Bauern, wahrscheinlich fanzösisch, wahrscheinlich aus der Mitte des 15. Jahrhunderts.

AUS UNSERER WERBUNG
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte!

NEU: Wer unsere Folgen lieber ohne Werbung anhören will, kann das über eine kleine Unterstützung auf Steady tun.

Wir freuen uns, wenn ihr den Podcast bei Apple Podcasts rezensiert oder bewertet. Für alle jene, die kein iTunes verwenden, gibt’s die Podcastplattform Panoptikum, auch dort könnt ihr uns empfehlen, bewerten aber auch euer ganz eigenes PodcasthörerInnenprofil erstellen.

Wir freuen uns auch immer, wenn ihr euren Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen oder sogar Nachbarinnen und Nachbarn von uns erzählt!


11 Replies to “GAG120: Die Rückkehr des Martin Guerre”

  1. Oliver

    Fantastische Folge! Ich habe die ganze Zeit gedacht “die Story hab ich schon im Kino gesehen, Sommersby”, aber das war ja ein ganz anderes Jahrhundert, und dann “doch nicht” und dann “doch!” immer hin und her! Spannend 🙂

    Also doch – die echte Story geht ja fast noch mehr ans Herz. Am Ende vom Film habe ich vielleicht sogar ein bisschen geweint damals, und am Ende vom Podcast (ich dachte: vielleicht geht s in echt ja gut aus?!) auch fast. Sehr stark.

    Für Spanien gekämpft also, ts! Tragisch. Die Depardieu-Verfilmung kannte ich gar nicht, danke für den Tipp! Muss ich mir ungedingt besorgen.

    • Richard

      Hallo Oliver!

      Vielen Dank für dein Lob, das freut micht sehr! Und ja, die Geschichte ist schon äußerst tragisch. Merkt man dann erst beim Nachhören auch selbst wieder.

      Der Depardieu Film harrt bei mir auch noch der Konsumation. In den nächsten Tagen dann 🙂

      lg,
      Richard

  2. h4cktor

    Ich mag irren, aber habt ihr an der Wiedergabegeschwindigkeit gedreht oder Pause gelöscht?
    Btw.: fantastischer Podcast, bitte weitermachen, egal in welcher Geschwindigkeit.

    • Richard

      Hallo! Also, wir haben nichts verändert. Klar, manche Pausen hab ich geschnitten, aber das mach ich schon immer so 🙂
      lg,
      Richard

      PS: Danke fürs Lob! Werden wir machen 🙂

  3. t.animal

    Ich wollte nur mal anmerken, dass es sich ja wohl bitte beim Feedbackhinweisblock eher um einen Feedbackhinweisundhinweishinweisblock handelt, da ihr nicht nur auf Feedback hinweist, sondern auch auf Hinweise hinweist. So. Da habt ihrs!

    Super podcast, uebrigens.

    Ne im Ernst: Super podcast… Wir hoeren uns gerade rueckwaerts durch Backlog und sind bei der Ida Pfeifer 🙂 Sehr gut, sehr sehr gut!

    • Richard

      Hallo! Vielen Dank für das Lob, das freut uns natürlich sehr!
      Was den FHB angeht: wenn wir den Namen jetzt noch länger machen, dann wird der Block fast länger als der Rest werden 🙂

  4. Michael

    Hallo, ihr beiden! Glückwunsch, Richard, zu dieser großartigen Folge 🙂

    Ich habe mich eines gefragt: Haben die Sprachkenntnisse des echten oder des falschen Martin Guerre irgendeine Rolle gespielt?

    Hätte beispielsweise der echte Martin Guerre die baskische Sprache beherrscht, der falsche aber nicht, wäre die Sache ja klar gewesen. Oder war es stattdessen so, dass sowohl die Basken als auch die Franzosen in dieser Geschichte alle Französisch sprachen?

    Viele Grüße 🙂

    • Richard

      Hallo Michael!

      Vielen Dank fürs Lob!

      Was deine Frage zur Sprache angeht: Arnaud konnte tatsächlich kein bzw. kaum Baskisch. Allerdings, so wie viele Beweise für oder gegen seine Schuld, wurde das von beiden Seiten entsprechend argumentiert. Diejenigen, die in ihm einen Betrüger sahen, sahen seine Unkenntnis als Beweis, dass er nicht Martin Guerre sei. Er, bzw. jene, die sich für ihn aussprachen, argumentierten, dass Martin Guerre so jung gewesen sei, als sie aus dem Baskenland wegzogen, dass er einfach nie richtig die Sprache lernte.

      In Artigat, schließlich, wurde nur Französisch gesprochen.

      Liebe Grüße,
      Richard

  5. Jule

    Ach nee, da beruht “Sommersby” also auf einer wahren Geschichte aus dem europäischen 16.Jhd. Ganz schön traurig. Der Film und der podcast.
    Und musste die arme Frau dann wieder mit dem “richtigen” Mann zusammen leben? Oje…

  6. Aliye

    Der Podcast war wirklich sehr spannend und hat mich schon bei der Kurzbeschreibung sehr angesprochen. Was ich schon ein wenig traurig fand war, dass man den falschen Martin Guerre zum Tode verurteilt hat, er hat zwar etwas Schlimmes gemacht aber man hätte ihn auch eine nicht so schlimme Strafe geben können.
    Macht weiter so!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Seit sechs Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

Mehr Podcasts