GAG311: Der Imjin-Krieg


Wir springen diesmal nach Korea und Japan, wo im Mai des Jahres 1592 eine der größten militärischen Auseinandersetzungen des 16. Jahrhunderts beginnt.

Wir sprechen darüber, warum der japanische Herrscher Toyotomi Hideyoshi sein Heer von beinahe 160.000 Mann in Korea einmarschieren ließ, und was ein paar portugiesische Händler, die im Jahr 1543 an einer kleinen japanischen Insel landeten, damit zu tun haben.

Das Episodenbild zeigt die Landung der japanischen Flotte in Busan.

Die erwähnte Podcast-Folge der Wissenswelle mit Julia-Niharika Sen findet sich hier und hier lässt sich die Wissenswelle abonnieren.

Literatur

Samuel Hawley – “The Imjin War”

Kenneth W. Swope – “A Dragon’s Head and a Serpent’s Tail”

Stephen Turnbull – “The Samurai Invasion of Korea”

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13 Replies to “GAG311: Der Imjin-Krieg”

  1. Mathias

    Eine Quelle zum Imjin-Krieg hab ich vermisst. Darin erfährt man, dass die Koreaner bei der Schlacht an den Unpo-Sümpfen mithilfe einer Armee von Untoten/Zombies eine japanische Übermacht abwehren konnten. Die mehrteilige Dokumentation gibt es bei Netflix unter dem Titel “Kingdom”. Bitte ausführlicher recherchieren das nächste Mal. 🙂

  2. Sabine

    Beim Schildkrötenschiff musste ich an Age of Empires 2 denken, da haben die Koreaner das als Spezialeinheit. Da hat es sogar einen Kopf und ein Schildkrötenpanzermuster 😀

  3. Bianca

    Hallo Richard und Daniel,
    Viele Grüße aus der Stadt mit dem Mimizuka.

    Mit dieser Folge seit ihr virtuell so sehr in meine Nähe gekommen, dass ich nun nicht mehr umhinkomme: Ich muss einen Kommentar schreiben.

    Zunächst einmal: Ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Podcast als Gesamtes!

    Zu den in dieser Geschichte erwähnten japanischen Machthabern gibt es ein bekanntes Gedicht, das die Charaktere von Oda Nobunaga, Toyotomi Hideyoshi und Tokugawa Ieyasu sowie die Art, wie sie an die Macht gelangt sind, veranschaulicht:

    „Wenn der Kuckuck nicht singt, dann bring ich ihn um.“ Oda Nobunaga

    „Wenn der Kuckuck nicht singt, dann versuche ich ihn zum Singen zu bringen.“ Toyotomi Hideyoshi

    „Wenn der Kuckuck nicht singt, warte ich, bis er singt.“ Tokugawa Ieyasu

    Mini-Exkurs: Dem Gesang des japanischen Kuckucks (hototogisu oder Gackelkuckuck) zu lauschen war eine jahreszeitliche Attraktion des Sommers. Dabei entsann man sich berühmter Gedichte, die den Kuckuck zum Thema hatten, und versuchte sich selbst an ein paar Versen.

    In der Nähe des Mimizukas ist übrigens der Hoko-ji Tempel, in dem es eine berühmte Glocke gibt, deren Inschrift Tokugawa Ieyasu als Affront auffasste und ihm wohl keine Ruhe ließ, bis er die männlichen Nachkommen Toyotomi Hideyoshis vernichtet hatte.

    Vereinfacht erklärt, ein Wort auf dieser Glocke verwendet die gleichen Schriftzeichen wie der Vorname „Ieyasu“, allerdings sind diese durch ein weiteres Zeichen dazwischen getrennt.
    Hinzu kommt, dass an einer weiteren Stelle der Name Toyotomi direkt von dem Zeichen für „fröhlich“, „vergnügt“ gefolgt wird.

    Tokugawas Interpretation: Die „Entzweiteilung“ Ieyasus gereicht den Toyotomis zur Freude.“

    So geht zumindest die weitverbreitete Legende, ich habe die Quellen jedoch nicht geprüft…

  4. Gero Zimper

    Als begeisterter Age of Empires 2 Spieler ist die Folge pures Gold! Wobei ich selbst selten mit den Schildkrötenschiffe spiele.

    (es gab ein Remake des Spiels und sogar E-Sportturniere mittlerweile.)

  5. Christian

    Kleine Ergänzung: Der koreanische Kriegsfilm “The Admiral – Roaring Currents” von 2014 befasst sich mit der Seeschlacht von Myongnyang aus der zweiten Invasion. Ich möchte darauf hinweisen, dass ich den Film selbst noch nicht gesehen habe und daher auch nicht sagen kann ob er gut oder schlecht ist.

    • Matthias

      Er ist leider nicht so gut, habe ihn mir auf Blu-Ray gekauft. Aber das ändert ja nichts an der Sache dass die Geschichte an sich super faszinierend ist 🙂

  6. Stefan Ebel

    Es war mal wieder eine wunderbare Folge, großartig, vielen Dank dafür.
    Nach wenigen Minuten in dieser Geschichte fiel mir auf, dass ich den Teil mit Oda Nobunaga gerade erst erfahren hatte. Wodurch? Es gibt gerade auf Netflix eine neue, in meinen Augen sehr interessante Doku über das „Zeitalter der Samurai“, sehr ausführlich und mit einer Menge spritzendem Blut. Aber an euch kommt es nicht ganz ran. Ich wollte euch die Empfehlung nicht vorenthalten. Ich freue mich schon wieder auf Mittwoch!

  7. Matthias

    Ah ich habe das Schildkrötenschiff in Nord- und Südkorea gesehen, beeindruckend. Ich sauge jede Episode über Korea die ihr macht auf wie ein Schwamm. Vielen Dank dafür!

  8. Georg

    Haha, wie geil, wie Sabine und Gero habe ich die Folge auch gefeiert, weil ich eben auch ein Fan von Age of Empires bin. Jetzt kenne ich endlich den historischen Hintergrund dieses ätzenden Schiffes, das mir immer alles zerhaut, wenn ich gegen Koreaner spielen muss… Da ihr ja öfter auch Spiele erwähnt, wollte ich euch auch schreiben, da waren andere aber schon schneller 😀
    Vielen Dank auch wieder für diese Folge,
    Gruß aus Hamburg

  9. Benedikt

    Sehr spannend. Bitte gerne öfter Episoden über Asien und Afrika machen. Ich finde es toll wenn die europäische Perspektive auf die Geschichte aufgebrochen wird.
    1000 Schiffe! Mannomann!

  10. grv0815

    Danke für Aufklärung eines Kindheitsmysteriums. Das Schildkrötenschiff beeindruckte mich mit seinen Stacheln in Ali Mitgutsch’s Kinderbuch-Klassikers “Rund ums Schiff” seit ich drei Jahre alt war. Nun, über 40 Jahre später, kann ich diesen Schiffstyp endlich richtig einordnen. Besten Dank!

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Seit sechs Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

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