GAG273: Der Alchemist und Goldmacher Franz Tausend


Wir springen etwa 100 Jahre zurück und beschäftigen uns mit dem Alchemisten und Goldmacher Franz Seraph Tausend. Der umtriebige Geschäftsmann verkaufte nicht nur Lack, der versprach, Geigen wie Stradivaris klingen zu lassen, sondern plante die Goldherstellung in industriellem Maßstab.

Er knüpfte Kontakte zur völkischen Bewegung und mit Erich Ludendorff stieg einer ihrer prominentesten Vertreter in das Gold-Geschäft mit ein. Tausend wurde zum Geldbeschaffer für die Gegner der Weimarer Republik. Und nach seiner Verhaftung 1929? Verwandelte er unter strenger Kontrolle Blei zu Gold. Oder doch nicht?

Das genannte Buch über Tausend ist von Franz Wegener: Der Alchemist Franz Tausend.

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12 Antworten auf „GAG273: Der Alchemist und Goldmacher Franz Tausend“

Super Folge, ein würdiger Abschluss der Trilogie. Und auch super Werbung, jetzt hab ich endlich ein Weihnachtsgeschenk für meine Frau 🙂

Ich hatte beim Hören der Folge eine Assoziation zu den “Querdenkern”. Auch hier wird “esoterisch” massiv viel Geld gespendet, das in dubiose Kanäle versickert.

Eine wirklich spannende Folge!

Vielen Dank für die Werbung für “Viva con Agua” . Ich freue mich diebisch das ich mit meiner Spende nicht nur Seifen für eine Schule und ein Geschenk für meine Frau bekomme, sondern das ich euch damit indirekt unterstützen kann und dafür sogar noch eine Spendenbescheinigung erhalte.
Diese Art von Werbung gefällt mir gut!

Danke für diese wie auch alle anderen Folgen!
Um die Frage, wie (Al-)Chemie ausgesprochen wird, zu klären: Es wird als ich-Laut (also weich und vorne, im Gegensatz zum “kratzigen” hinteren Ch Laut, wie zb. bei Nacht) ausgesprochen, weil es ein eingedeutschtes Wort ist und im Anlaut vor einem e vorkommt. Liebe Grüsse von einem Schauspielstudent, der sich gerade mit Phonetik abmüht 😉

Vielen Dank für die Folge!

Bei Gold und Nazis hab ich eine vage Assoziation zur AFD, die versucht hat, ihre Parteifinanzen mit dem Verkauf von Gold aufzubessern.

Vielen Dank, Daniel, für die interessante Folge zur Golderzeugung.

Was Franz Tausend, bestätigt durch ein Gericht, angeblich gelungen ist, liegt seit ein paar Jahren im Bereich des Möglichen. Es hapert allerdings an der der Möglichkeit der industriellen Nutzung und daran wird sich voraussichtlich auch nicht so schnell etwas ändern.

Transmutation ist so dabei auch kein chemischer Prozess, sondern ein physikalischer Prozess in der Kerntechnik. Vereinfacht kann man sagen, dass Kernteilchen auf Atome geschossen werden. Durch die Kollision können andere Atome (Isotope) entstehen. Siehe:
https://www.chemie.de/lexikon/Transmutation_%28Kerntechnik%29.html
Das wird zur Erzeugung von spaltbaren Material (für die Nutzung in Atomkraftwerken oder Atomwaffen) genutzt. Auf der anderen Seite wurde aber auch schon die Behandlung von Atommüll betrachtet, wenn man schwere Ionen aufeinander schießt (Ionen sind “geladene” Atome, was wichtig ist, um diese Beschleunigen zu können). Es wäre doch zu schön, wenn man aus Atommüll Gold machen könnte! Physikalisch ist das möglich, aber der Aufwand ist immens.

„Bereits in den 1980er Jahren gelang US-Forschern am Lawrence Berkeley National Laboratory (LBNL) die Transmutation von Bismut, dem Nachbarelement von Blei, zu Gold. …
Bei dieser Kollision werden einige Bismutatome so getroffen, dass sechs bis 15 Protonen aus ihrem Kern gerissen werden. Dadurch entstehen verschiedene radioaktive Gold-Isotope und auch das stabile Gold-197 – das Isotop, aus dem der Goldschmuck besteht.“
Quelle: https://www.scinexx.de/dossierartikel/blei-zu-gold/

Also einen Teilchenbeschleuniger einzusetzen (so einer steht bei der Gesellschaft für Schwerionenforschung in Darmstadt – gsi.de), um ein paar Goldatome zu erzeugen, ist ein riesiger Aufwand. Da lohnt es sich eher, den Trick von Franz Tausend nachzuvollziehen. 🙂

Ich hatte Daniel mal im Januar eine Mail zu Franz Tausend geschickt.
Da war ich ganz gespannt ob er meinen Allerweltsvornamen nennt. Aber er ist unabhängig von meiner Mail drauf gekommen 🙂
Schöne Folge. Ich finde das Thema sehr interessant, wie solche Randströmungen von rechts in die Mitte gespült wurden.

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