GAG551: Abenteurer, gescheiterte Kolonien und eine Weltumseglung

Eine Geschichte über die Habsburgischen Überseekolonien

Im Jahr 1857 startet die SMS Novara zur ersten österreichischen Weltumseglung. Ein Ziel der Reise: die Nikobaren, eine Inselgruppe im Golf von Bengalen. Bereits etwa 70 Jahre zuvor scheiterte der Versuch, auf Befehl des Abenteurers William Bolts, vier der Inseln für Kaiserin Maria Theresia in Besitz zu nehmen. Wir sprechen in der Folge über die Weltumseglung der SMS Novara und die Übersee-Kolonialgeschichte der Habsburgermonarchie.

Erwähnte Folgen

Literatur

  • Stefan Meisterle: Von Coblon bis Delagoa. Die kolonialen Aktivitäten der Habsburgermonarchie in Ostindien, 2014. https://utheses.univie.ac.at/detail/31047
  • Andrew Drummond: The intriguing life and ignominious death of Maurice Benyovszky, 2018.
  • David G. L. Weiss & Gerd Schilddorfer: Die Novara.Österreichs Traum von der Weltmacht, 2010.

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3 Replies to “GAG551: Abenteurer, gescheiterte Kolonien und eine Weltumseglung”

  1. Christoph Kluge

    Ich möchte natürlich auf keinen Fall eine Affäre Melon-Gate starten… auf keinen Fall sollte man das jetzt zu einem zweiten Kaninchen/Golfplatz Ding aufblasen, möchte aber darauf hinweisen, dass die Melonen, wie auch die Tomaten im Übrigen, die der Großvater meiner Ex-Frau in seinem Garten in Constanta anpflanzte, nichts, aber auch gar nichts mit den handelsüblichen, bei uns im Handel verfügbaren Früchten gemeinsam hatten. Diese Wassermelonen waren zwar voller schwarzer Kerne und riesengroß, also ein Alptraum für Daniels kleine Küchenmesser, aber traumhaft im Geschmack.

  2. Peter

    Zum Thema gescheiterte Kolonisierungsbemühungen gibt es offensichtlich viele Geschichten zu erzählen. Ist ja nicht die erste, die in GAG thematisiert wurde.

    Ein weiteres Beispiel: Lange bevor das Deutsche Reich nach 1871 seinen „Platz an der Sonne“ suchte, hatte gegen Ende des 17. Jahrhunderts bereits Brandenburg-Preussen nach Kolonien gestrebt. Damit waren sie aber ebenso erfolglos wie fast ein Jahrhundert später die Habsburgermonarchie .

    Aus Wikipedia:
    Im Jahr 1682 sandte Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg eine Expedition aus, um die erste brandenburgische Kolonie in Afrika zu gründen. Ein Jahr später wurde am Kap der drei Spitzen der brandenburgische rote Adler im heutigen Ghana gehisst und erste Schutzverträge mit Häuptlingen abgeschlossen. Außerdem wurde der Grundstein für die Festung Groß Friedrichsburg gelegt.
    Gehandelt wurde in den brandenburgischen Kolonien vor allem mit Sklaven, Gummi, Elfenbein, Gold und Salz. Für den Sklavenhandel pachtete der Kurfürst den karibischen Stützpunkt St. Thomas (gehört heute zu den American Virgin Islands) von Dänemark.
    Nach einer kurzen Blüte setzte ab 1695 ein allmählicher Niedergang der Kolonien ein. Gründe dafür lagen in den nur begrenzten finanziellen und militärischen Mitteln, über die Brandenburg-Preußen verfügte. Der Enkel Friedrich Wilhelms, König Friedrich Wilhelm I. in Preußen, hatte keinerlei persönliche Beziehungen oder Neigungen zu Marine und Kolonien. In Letzteren sah er gar eine „Chimäre“. Er konzentrierte sich eher auf den Ausbau des preußischen Heeres, für die der Großteil der finanziellen Ressourcen des preußischen Staates aufgewendet wurden. So verkaufte der König mit den Staatsverträgen von 1717 und 1720 seine afrikanischen Kolonien an die Niederländische Westindien-Kompanie „für 7.200 Dukaten und 12 Mohren“.

    Seit 1979 gehört Groß Friedrichsburg zusammen mit anderen europäischen Festungen an der sogenannten „Goldküste“ unter dem Eintrag „Historische Forts von Ghana“ zum Weltkulturerbe der UNESCO. Eine Episode der kolonialen Vergangenheit dieser Region war auch Thema von GAG521: Yaa Asantewaa und der Krieg um den Goldenen Schemel.

  3. Hubert

    Was ist mit Franz-Josef-Land?!

    PS: Wassermelonen schmecken überragend. Demonstrativ verschlinge ich sogar die Kerne. Man sollte allerdings seine persönliche Tageshöchstdosis nicht überschreiten…

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Seit über zehn Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche gegenseitig eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

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