GAG435: Die Schlacht bei Carrhae

Wir springen in dieser Folge ins Jahr 53 vdZw., als sich in einer Ebene in Mesopotamien zwei Heere gegenüber stehen. Auf der einen Seite das des Partherreichs, angeführt von Surena, auf der anderen eines der Römischen Republik, angeführt von M. Licinius Crassus.

Wir werden in dieser Folge über diese Schlacht, die Osterweiterung Roms und die Folgen der Schlacht für die Römische Republik sprechen.

Literatur

  • Gareth C. Sampson: „Defeat of Rome: Crassus, Carrhae, and the invasion of the East“.
  • Katharina Weggen: „Der lange Schatten von Carrhae, Studien zu M. Licinius Crassus“

Das Episodenbild zeigt eine künstlerisch verarbeitete Szene aus dem 19. Jahrhundert, die Crassus in der Schlacht darstellen soll.

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14 Replies to “GAG435: Die Schlacht bei Carrhae”

  1. Rainer Weinzettl

    sehr feine Folge – endlich wieder das alte Rom. DANKE

    Wann gibt es wieder einen feedGAG
    und – wann wird Euer Titelbild geändert – Daniels Bart fehlt dort 🙂

  2. James

    Das war eine sehr schöne Folge 🙂
    Antiken-Folgen freuen mich immer sehr, weil diese zu meinen Lieblingsepochen zählt. Es wurden sehr viel interessante Themen (zu denen ich teilweise auch schon Vorschläge an Richard geschickt hatte xD) besprochen, wie zum Beispiel der Sklavenaufstand unter Spartacus, der Konflikt zwischen Sulla und Gaius Marius und auch Pompeius, der ja schon in einigen Antiken-Folge eine Rolle am Rand spielte.
    Freue mich auf weitere Antiken-Folgen (Aber natürlich auch alle anderen xD) ^^

  3. Greta

    Als Zuhörerin lässt mich diese Folge etwas ratlos zurück. Würde man sie verfilmen, wären alle Rollen mit Männern besetzt. Von Herrschern ist die Rede, von Söhnen, von Römern und Parthern, von Soldaten, Kaisern und Schlachtführern, ihren Schlachten, ihren Entscheidungen, ihren Siegen, ihren Niederlagen.

    Wüsste ich nicht, dass etwa die Hälfte der damals lebenden Menschen Frauen waren, aus dieser Folge würde ich es nicht erfahren.

    Mir ist klar, dass jede Folge ihren Fokus hat und sich auf ausgewählte Aspekte ihrer Zeit konzentriert. Mir ist auch klar, dass die Quellen vielleicht (wirklich?) nur die oben genannten Aspekte hergeben. In dem Fall hätte ich mir einen Hinweis zur Quellenlage erhofft.

    Die Bilder, die beim Anhören bei mir entstanden, ähneln einem Sandalenfilm. Waren wirklich nur diese Aspekte erzählenswert? Stellt sich die Frage, ob Frauen auf den Schlachtzügen dabei waren oder Machtpositionen innehatten schlichtweg nicht? War die Gesellschaft damals wirklich so patriarchalisch, dass die Rollen von Frauen nicht erwähnenswert sind? Ein realistisches Bild jener Zeit ergibt sich so für mich nicht.

    • Guido

      Ich vermute mal, das Problem ist hier, dass weder Römer Parther für wichtig gehalten haben, Geschichte über Frauen aufzuschreiben. Da sich die Geschichte mit den schriftlichen Überlierferungen befasst, ist natürlich die Auswahl der Quellen recht eingeschränkt.

      Das heißt nicht, das GaG nicht trotzdem ein paar Folgen dazu hat. So zum Beispiel
      – Folge 400: GAG X Anno Mundi – Anicia Juliana
      – Folge 391: Kleopatra Selene und das Ende der Römischen Republik (wird auch in dieser Folge hier erwähnt)
      – Folge 371: Galla Placidia
      – Folge 183: Agrippina die Jüngere, mächtigste Frau der frühen Kaiserzeit

      Andere Folgen mit Frauen in der Hauptrolle (aber nicht aus der europäischen Antike) sind:
      – Folge 427: Die erste Regisseurin – Alice Guy
      – Folge 429: Therese von Thurn und Taxis
      – Folge 410: Lady Six Sky und eine kurze Geschichte der Maya
      – Folge 396: Helene Kottannerin und der Raub der Stefanskrone
      – Folge 395: Barbe-Nicole Ponsardin und die Begründung eines Champagnerimperiums
      – Folge 391: Celia Cooney, die Banditin mit der Kurzhaarfrisur
      – Folge 388: Marie Tussaud und die Wachsfiguren
      – Folge 375: Sofia Kowalewskaja, “Königin der Wissenschaft”
      – Folge 362: Bayerns letzte Kurfürstin
      – Folge 357: Mary Kingsley
      – Folge 345: Suffrajitsu
      – Folge 335: Aqua Tofana und die Giftmischerinnen des 17. Jahrhunderts
      – Folge 330: Zum Tode verurteilt: Catharina Linck alias Anastasius Lagrantius Rosenstengel (wobei im Nachhinein nicht mehr festzustellen ist, ob diese Person ein Transmann war oder eine Frau, die als Mann lebte, weil sie dadurch mehr Rechte hatte)
      – Folge 320: In 72 Tagen um die Welt – Journalistin Nellie Bly
      – Folge 310: Arbeitskampf, Streik und das Leben der Gewerkschaftspionierin Paula Thiede
      – Folge 307: Njinga, Königin von Ndongo und Matamba
      – Folge 301: Mary Seacole
      – Folge 297: Die Revolutionärin und (fast) vergessene Pionierin der Frauenbewegung – Mathilde Franziska Anneke
      – Folge 286: Die verschwundenen Seefrauen Islands
      – Folge 283: Lola Montez

      Es gibt noch viel mehr davon. Ansonsten kann ich auch den “HerStory”-Podcast empfehlen: https://herstorypod.de/

    • Maria

      Eigentlich kann man doch froh darüber sein, dass vermutlich nicht auch noch Frauen bei diesen ständigen Abschlachtereien dabei gewesen sind. Allgemein kann man GAG nicht vorwerfen, die Rolle der Frauen in der Geschichte nicht zu berücksichtigen.
      Zu erwarten, dass dies bei der Beschreibung einer Schlacht geschieht, finde ich überzogen.
      Interessant wäre der Aspekt, wie die umherziehenden männlichen Kriegergesellschaften an weibliche „Dienste“ gekommen sind und welche Auswirkungen das hatte. Das wäre aber Stoff für eine weitere Folge und darum ging es eben in dieser nicht.

  4. Karin

    Musste gerade sehr schmunzeln: im Latein-Schulbuch meines Sohnes kommt ein fiktiver Charakter namens Crassus vor. Laut Lateinlehrer bedeutet der Name „Fettsack“.

  5. Jörg Rößler

    Wieder einmal eine tolle Folge in der GAG-Reihe. Die Antike, Römer etc. sind zwar immer eine Bank. Allerdings gelingt es Euch immer wieder, einen anderen Aspekt mit darzustellen, der über das Schulwissen hinaus geht.

  6. Guido

    Vielen Dank für diese Folge. Im Geschichtsunterricht damals, aber auch in anderen Darstellungen, in denen es um Julius Caesar oder allgemein diese Zeit der römischen Republik geht, heißt es immer Sinngemäß: „Caesar, Pompeius und Crassus, aber Crassus war nur dabei weil er reich war, der ist nicht so wichtig und stirbt dann auch irgendwann“. Schön, mal was vom dritten Kopf des Triumvirats zu hören.

  7. Sebastian B.

    Der Euphrat wurde im (Süd-)Osten zu dem, was der Rhein nach der Varusschlacht im (Nord-)Osten.
    Wie es zu den beiden Schlachten kam, wie diese verliefen (taktisch, Truppengröße, Verluste, Dauer,…) und wie diese unmittelbar politisch wirkten, unterscheidet sich zwar stark, jedoch führten beide eben dazu, dass das Römische Reich seine Expansionsbestrebungen gen Osten einstellt und sich hinter einen Fluss zurückzog.

  8. Lorenz

    Als ich Crassus hörte musste ich sofort daran denken das man ihm flussiges Gold in die Kehle gegossen hat. Google meinte dazu folgendes, aber stimmt das:

    Weil er Zeit seines Lebens den Hals nicht vollkriegen konnte, sollen ihm die Parther flüssiges Gold in die Kehle gegossen haben, schreibt der Historiker Cassius Dio

  9. Stefan

    Lieber Richard, lieber Daniel!
    Herzlichen Dank, dass ihr uns endlich wieder mal mit in die Antike genommen habt! Mein Wissen zum Triumvirn Crassus habt ihr jedenfalls deutlich erweitern können!

    Zum Verlust der Legionsadler durch die Niederlage der römischen Legionen bei Carrhae möchte ich noch hinzufügen, dass dieser dem ersten Kaiser Augustus zu einem diplomatischen Ausrufezeichen verhelfen würde. Augustus, der sich gegen die Wiederaufnahme von Caesars Kriegsplänen gegen das Partherreich positioniert hatte (obwohl ihn der zeitgenössische Dichter Horaz als iuvenis Parthis horrendus, als jungen Mann, vor dem sich die Parther fürchten müssen, bezeichnete), gelang 33 Jahre nach der Niederlage bei Carrhae, den amtierenden König des Partherreichs zur Rückgabe der damals erbeuteten Legionsadler zu bewegen. Wenn man weiß, welch hohen Stellenwert die Bewachung der eigenen Legionsadler und die Identifizierung der Legionäre mit ihrer Standarte hatten, versteht man sofort, weshalb dies Augustus als enormer politischer Erfolg ausgelegt und der Einzug der Standarten in Rom breit inszeniert wurde. Er selbst schrieb in seinen Res gestae (= Berichte über seine Taten) laut Monumentum Ancyranum 29: „Die Parther zwang ich, Beute und Feldzeichen dreier römischer Heere zurückzugeben und dabei demütig bittend um die Freundschaft des römischen Volkes nachzusuchen.“ Dass der Partherkönig Phraates dieses Zugeständnis ob sechs drohender Legionen am Balkan (angeführt vom nächsten Kaiser Tiberius) und ob seiner eigenen noch nicht gefestigten Machtverhältnisse getätigt hatte, erwähnt er freilich nicht.

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