GAG382: Der erste Film

Louis Le Prince drehte 1888 die ersten (überlieferten) Bewegtbilder der Filmgeschichte. Kurz bevor er jedoch seine Erfindung präsentieren konnte, verschwand er 1890 spurlos auf dem Weg von Dijon nach Paris.

Wir sprechen über die Geschichte des Films, wie Le Prince überhaupt auf die Idee kam, eine Filmkamera zu entwickeln und wie Thomas Edison schließlich zum Begründer der Filmindustrie wurde – obwohl er seine Kameras William Dickson zu verdanken hatte.

Das erwähnte Buch ist von Paul Fischer und heißt „The Man Who Invented Motion Pictures“, die Doku von David Nicholas Wilkinson ist „The First Film“.

Die „Roundhay Garden Scene“ gibt es hier zu sehen: https://de.wikipedia.org/wiki/Roundhay_Garden_Scene

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11 Replies to “GAG382: Der erste Film”

  1. Sascha Osaka

    Spannende Folge!

    Ziemlich geniales Buch zum Thema: https://www.perlentaucher.de/buch/marente-de-moor/aus-dem-licht.html

    Im Technischen Museum Wien habe ich die Roundhay Garden Scene von Louis Le Prince vor ein paar Jahren gesehen. Online konnte ich allerdings nicht verifizieren, ob es noch

    Bei der Suche danach, bin auch auch noch auf diese zwei Links gestoßen:

    DER MORDFALL LOUIS LE PRINCE: https://sturmer.at/louis-le-prince/

    Roundhay Garden Scene: Wie der älteste Film entstand, von Oliver Das Gupta
    https://www.sueddeutsche.de/kultur/roundhay-garden-scene-wie-der-aelteste-film-der-filmgeschichte-entstand-1.3205210

  2. Elisabeth

    Vielen Dank für diese wie immer spannende Folge!
    „Linse“ halte ich allerdings für eine unglückliche Rückübersetzung aus dem Englischen, wir sagen eigentlich „Objektiv“ dazu und „Linse“ ist das Ding aus Glas, von dem üblicherweise mehrere in einem Objektiv verbaut sind. Theoretisch reicht eine (bzw. geht es bei der Lochkamera ja auch ganz ohne), z.B. habe ich eine Agfa Box mit einem Objektiv, das nur aus einer Linse besteht. Man benutzt mehrere Linsen, um Abbildungsfehler zu vermeiden, für eine gleichmäßige Ausleuchtung der zu belichtenden Fläche etc.
    Ich habe noch einen weiteren Punkt, und zwar war ja eine wesentliche Herausforderung bei der Konstruktion der Filmkamera, dass der Film nicht nur einfach durch die Kamera gezogen werden muss, sondern er muss für jedes Bild angehalten, belichtet und dann wieder in Bewegung gesetzt werden bis zur nächsten Belichtung.
    Vom wechselvollen Leben des Eadweard Muybridge will ich gar nicht reden, auf jeden Fall lohnt sich im Zusammenhang mit dem frühen Film und Vorformen ein Blick auf „Was geschah wirklich zwischen den Bildern?“ von Werner Nekes (1985), bei dem auch ein gewisser Christoph Schlingensief mitgearbeitet hat.

  3. Felix S.

    Sehr gute Folge.

    Meine persönliche Theorie zum Verschwinden von Louis Le Prince:

    Er war offensichtlich der erste dokumentierte Mann, der schnell mal Zigaretten holen ging 🙂

  4. Phillip Oberdorfer

    Das Prinzip vieler Kameras, die Einzelbilder in schneller Abfolge machen, was einen kurzen Film ergibt, kenne ich noch gut aus meiner Zeit am DLR Schülerlabor in Göttingen. Dort habe ich einen Versuch mit der zeitweise schnellsten Kamera der Welt, als welche sie 1997 und 1998 im Guinness-Buch der Rekorde stand, betreut. Die Kamera macht acht Bilder Abstand von einer millionstel Sekunde, damit kann man dann wunderbar Luftballons beim Platzen zuschauen: https://www.dlr.de/schoollab/desktopdefault.aspx/tabid-14214/24656_read-60972/

  5. Ingo Röske

    Eine sehr spannende Folge.
    Leider wurden bei der Aufzählung der Filmpioniere die Brüder Max und Emil Skladanowski nicht erwähnt. Diese hatten bereits am 1. November 1895 eine Filmvorführung im Rahmen eines Varieté Programms im Berliner Wintergarten.

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