GAG368: Wie das Jod ins Salz kam

Die Zugabe von Jod in unserem Speisesalz zählt zu den erfolgreichsten Gesundheitsmaßnahmen überhaupt. Zu verdanken haben wir das drei Schweizer Landärzten. Denn die Schweiz war besonders betroffen vom Jodmangel und seinen Folgen: Kropf und Kretinismus.

Wir sprechen in der Folge über Salz, warum es lange Zeit eines der wichtigsten Handelsgüter war, die ersten Pipelines der Geschichte und warum es heute bayerischen Wald in Österreich gibt.

Literatur
– Jonah Goodman im Magazin des Tagesanzeigers: Wie drei heldenhafte Ärzte die Schweiz vom Kropf erlösten
– Pascal Germann: Wie kam das Jod ins Salz, Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin 5/2017

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34 Replies to “GAG368: Wie das Jod ins Salz kam”

  1. Franzi

    Hallo!
    Ich liebe ja die Medizingeschichte-Folgen. In mündlichen Prüfungen konnte ich im Studium mit diesen „Fun Facts“ Prüfer:innen durchaus mal beeindrucken 😛
    Folsäure ist wichtig für die Zellteilung, weil es ein Cofaktor im Purin- und Pyrimidinstoffwechsel (welcher wichtig zur Bereitstellung von Bestandteilen der DNA ist) ist. Daher treten bei einem Mangel Probleme vor allem in zellteilungsreichen Geweben auf. Z. B. im Knochenmark (Anämie durch Bildungsstörung der roten Blutkörperchen). Außerdem ist Folsäure in der Schwangerschaft essenziell, da das ungeborene natürlich erhebliche Wachstums(Zellteilung!!!)prozesse durchmacht. Schwangeren und Frauen mit akutem Kinderwunsch wird daher auch zur Supplementation geraten. Der Mangel in der Schwangerschaft kann bspw. zum offenen Rücken (Spina Bifida) oder auch Anenzephalie (kein Großhirn wird gebildet) beim Kind führen.
    Zu eurem letzten Punkt, dass man erst mal auf die Idee kommen muss, das Iod ins Salz zu tun:
    In den USA und auch im UK und vielen weiteren Ländern gibt es Food Fortification Programs für Folsäure im Mehl.

    https://www.cdc.gov/ncbddd/folicacid/faqs/faqs-fortification.html

    https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(21)02447-8/fulltext

    Viele liebe Grüße aus Hannover,
    Franzi

    PS: gern mehr Medizingeschichte, dann kommentier ich vielleicht auch ein zweites Mal 😉

  2. Thomas

    Interessant! Ich (als Österreicher) kaufe immer ein grobes Salz, da ich es in einer Mühle verwende und es ist laut Verpackung unjodiert. Vielleicht ist die Jodierung nur für feines Salz verpflichtet?

    Btw: Ich mach mir jetzt grad bissl Sorgen weil ich seit Jahren unjodiertes Salz in der Küche verwende…

  3. Hendrik S.

    Wie quasi jede Woche eine tolle und spannende Folge, vielen Dank dafür!

    Zum Outtake:
    die Zeile bei der Richard nicht ganz sicher ist lautet „still the search goes on“, dann kommt das mit dem Versmaß auch hin 🙂

    • Markus

      Aus Erfahrung kann ich sagen, dass das bei einem Live-Konzert von Hasselhoff aber kaum jemand hinbekommt. Nichtmal für den Künstler würde ich da noch meine Hand ins Feuer legen, also befindet sich Richard da in bester Gesellschaft 😉

      P.S.: Super spannende Folge. Wieder ein Alltagsthema aufgearbeitet, über das man sonst nie nachdenkt.

        • Olli

          total interessante Folge!
          Ich bin goborener Lüneburger und fands klasse etwas über meine Heimatstadt zu hören

          nice-to-know: an der grenze zwischen der Lüneburger Alt- und Neustart ist die Stadt, durch das auswaschen des Salzes, so weit abgesunken das viele Häuser richtig ausgebeulte Hauswände haben.
          In Lüneburg sagt man auch das es die „Häuser mit den runden Bäuchen“.

          Im großen und ganzen merkt man in der Stadt immernoch sehr wie wichtig das „weiße Gold“ war.

    • Mina

      Hallo Thomas, lebe auch in Österreich, habe auch eine geliebte Salzmühle und hatte selbiges Problem, dass es grobes Salz fast ausschließlich unjodiert zu kaufen gibt.. habe bei einem Salz-/Pfeffermühlenhersteller in Wien nachgefragt und siehe da: bei Euro-/Interspar gibt es für 0,99€ ein grobes jodiertes Salz in einer Kartonverpackung (sale marino iodato, rote Schrift, weiße Verpackung) – hatte ich bisher wohl übersehen, bin sehr zufrieden damit! 🙂 LG

  4. Alex W.

    Wie immer eine sehr interessant Folge. Vielen Dank euch beiden für diesen Podcast.

    Zum Salzexkurs eine Anmerkung: Falls sich jemand wundert, das erwähnte Verhältnis von 40:60 bezieht sich auf die Massen von Natrium und Chlor. Das Teilchenverhältnis ist natürlich 1:1.

    Interessant ist auch ,zumindest für mich ;), dass NaCl nicht hygroskopisch ist. Die Hygroskopie des Speisesalz kommt vom enthaltenen Magnesiumchlorid.

  5. AnneG

    Folsäure ist ein Vitamin. Ein Mangel sorgt dafür, dass Babys ein offenen Rücken haben, der sogenannte Neuralrohrdefekt. Deshalb sind Schwangere dazu angehalten besonders Folsäure zu sich zu nehmen, obwohl da eigentlich eher der Versorgestatus wichtig ist, bevor man wirklich weiß dass frau schwanger ist.
    Fluorid wird zur Kariesprophylaxe zugegeben, ist aber jmstritten weil der Konzentrationsbereich zwischen nützlich und schädlich sehr klein ist, es also auh sehr schnell zur Überdosierung kommen kann.
    Ich danke dir, Daniel, für diese wunderbare Wissenschaftsgeschichte.

  6. Sebastian

    Hallo,
    Erst einmal vielen Dank für die immer wieder interessanten und abwechslungsreichen Geschichten.
    Mir fiel bei dem Thema Salinen direkt eine Exkursion während des Studiums ein bei der wir auf dem Weg nach Marseille an der Königliche Saline in Arc-et-Senans im Jura halt gemacht haben. Für uns war die Architektur der Grund des Besuchs, da Claude-Nicolas Ledoux dort ein sehr umfangreiches Werk an Gebäuden, die teils doch sehr bildlich waren verwirklichen wollte. Seine Utopien reichten weit in den Städte- und Sozialplanung hinein, was ihn zu einem der bedeutendsten Revolutionsarchitekten macht. Von ihm ist auch das Zitat: „es ist einfacher, das Wasser auf Reisen zu schicken, als einen Wald Stück um Stück durch die Gegend zu fahren“ was Daniel ja auch als Komplikation in dem Zusammenhang erwähnt hat. Leider wurden nur Teile seiner Entwürfe verwirklicht, aber das Ausmaß und die Qualität des ganzen ist auch so beeindrucken, in diesem Zusammenhang ist sein Traktat „L’Architecture considérée sous le rapport de l’art, des mœurs et de la législation“ das schmökern wert, zu finden in dem großen archive.
    Soviel von mir dazu, euch vielen Dank und macht so weiter.

  7. Patrick Zinner

    was ich mich frag: man hat doch gewusst, dass Skorbut durch einen Mangel entstand (auch wenn man nicht genau wusste was).

    wie kamen die Mediziner dann auf die Idee, dass Krankheiten durch Mängel nicht auftreten können?

  8. Sonja Eckmann

    Prima Folge! Ich habe noch eine Ergänzung: Ich hatte eine chronische Überfunktion der Schilddrüse (null schlimm, kann sehr gut behandelt werden), und wenn die Schilddrüse nicht auf eine medikamentöse Therapie anspringt, wird sie entweder entnommen oder abgemurkst (wie bei mir). Und jetzt kommt der spannende Teil: Zum Abmurksen wird eine Dosis Jod in Kapselform radioaktiv „verseucht“, der Patient schluckt die Kapsel – und da die Schilddrüse das einzige Organ ist, das Jod aufnimmt, macht die dann „Nomnomnom, Jod!“ und kratzt ab. 🙂 Heißt „Radiojodtherapie“, danach macht die Schilddrüse keinen Ärger mehr, und man muss eben stattdessen Schilddrüsenhormone einnehmen – und Jod vermeiden, damit man die Dosis nicht durcheinanderbringt. 🙂

    • Peter

      Hallo Zusammen,
      Jod ist tatsächlich für viele Menschen mit einer Schilddrüsen-Überfunktion Gift. Daher ist es ein Segen für diese, dass es in Deutschland Jod-freies Salz gibt. Wenn man darauf achtet, kann man auch ohne Medikamente leben und muss seine Schilddrüse nicht „abmukrsen“.
      Das fehlt leider in der Episode. Aber Ihr seid ja auch keine Mediziner. 😉
      Herzliche Grüße, Peter

  9. Florian Haiser

    Hallo zusammen,

    eine sehr interessante Geschichte, allerdings hat mich eine Erklärung stutzig gemacht und zwar, dass die Gletscher schuld sein sollen am Jodmangel im Boden. Eine kurze Recherche zu „Jod Gletscher“ führt zu mehreren Artikeln, die argumentieren, dass das Quatsch ist.

    https://www.nd-aktuell.de/artikel/52110.unschuldige-gletscher.html

    Vielleicht könnt ihr das bei Gelegenheit richtigstellen, sonst werden die armen Gletscher zu unrecht beschuldigt und die Legende verbreitet sich weiter,

    Liebe Grüße,

    Flo

    • Caro

      Und wer eine Pfannensaline in Betrieb sehen möchte, der fährt ein paar Kilometer nach Süden und besucht die Saline Luisenhall in Göttingen. Das ist übrigens die einzige noch arbeitende Pfannensaline in Europa und man kann Führungen durch den Betrieb machen.

  10. Erik

    Diese Spannung als Daniel über verschiedene historische Salzgebiete redet und ich mir als Lüneburger brennt es unter den Nägeln und ich frage mich: „Wann kommt Daniel endlich zu Lüneburg, er wohnt doch jetzt in Hamburg“ und dann kommt er endlich dort an. Fast schade, Lüneburg hat fast eine eigene Folge verdient (obwohl ich nicht wüsste, wie mensch darüber einen Spannungsbogen auf aufbauen kann). In Lüneburg wird die Salzgeschichte auch noch immer hochgehalten. Im Sachkundeunterricht in der Schule wird über Salz geredet und die Geschichte erzählt, wie angeblicher Weise die Sole gefunden wurde: Zwei Jagende jagten eine Wildsau, diese sulte sich in einer Schlammkuhle und die Jagenden fanden, dass das Fell der Sau glitzerte. Das glitzernde Salz auf dem Fell der Sau führte zu der ersten Salzquelle.
    Das fand sich auch vor einigen Jahren im Stadtbild wieder. In der ganzen Stadt wurden verschiedentlich künstlerisch gestalte Salzsauskulpturen aufgestellt.
    Der Salzhandel mit Lübeck hatte auch eine besondere Form: Fässer mit Salz wurden auf Booten nach Lübeck geschickt und in Lübeck wurde gesalzener Stint (ein Fisch, Hering) in die Fässer gefüllt und die Fässer wurden zurück geschifft.
    Einige Jahre später gab es dann analog zu den Salzsauskulpturen Stintskulpturen.
    Die Spuren der Lüneburger Salzproduktion sind aber nicht nur durch diese Aktionen sichtbar. Das Stadtbild und das Landschaftsbild um Lüneburg sind dauerhaft geprägt. Wie Daniel gesagt hat, mussten riesige Mengen Holz geschlagen werde, was maßgeblich zur Entstehung der Lüneburger Heide beitrug. Die Lüneburger Heide ist eine Landschaft in nordwest Niedersachsen, welche heute eine Kulturlandschaft ist. Sie ist typischerweise mit Heidekraut bewachsen und wird heute noch gerne von Ausflüglern besucht.
    Das Stadtbild von Lüneburg zeigt die Vergangenheit heute noch durch die Mauern der Häuser. Durch die Entnahme des Salzes durch Sole wurde Boden ausgeschwemmt und macht den Boden unter den Häusern unstabil. In der Vergangenheit war es sichtbar an einer Kirche, deren Turm sich immer weiter neigte, bis. Heutzutage sieht man, dass sich die Mauer der mittelalterlichen Häuser nach außen beulen. Aber auch modernere Häuser sind davon betroffen, erst vor wenigen Jahren wurde eine ganze Straße Häuser abgerissen, weil der Boden nach gab.
    Es gibt noch ein paar weiter Stellen, die ich hier einfach mal aufzähle: Das SaLü ist eine Salzterme, direkt daneben ist der Kurpark, der immer noch ein Gradierwerk hat (gibt ein ähnliches Klima wie Seeluft, gibt es auch sehr groß in Bad Salzuflen), es gibt das „Deutsche Salzmuseum“, die Sülfmeistertage (das Stadtfest), und die Sülzwiesen (eine Fläche für Jahrmärkt o.ä.)

    [Salzsausage](https://www.luenepedia.de/wiki/Salzsau-Sage)

  11. Dennis

    Super Folge, aber 2 Fragen die offen blieben:

    Wie hoch ist die Jod-Konzentration im Speisesalz? Eine Recherche ergibt 15 – 25 mg pro kg Speisesalz. Wahnsinn wie wenig das ist. Das durch Expetimente am Menschen zu ermitteln ist unglaublich.

    Wo kommt das Jod her, das ins Speisesalz gegeben wird?

  12. Anja

    Wieder mal eine sehr schöne Folge!
    Weil ich auch mit Schilddrüsenunterfunktion zu tun habe, kann ich gut nachempfinden, wie antriebslos und langsam man wird, wenn die nicht richtig funktioniert. Da frage ich mich direkt, ob die Klischees und Witze, dass die Schweizer sehr langsam seien daher rühren.
    Wie in dem Witz:
    Ein Deutscher, ein Franzose und ein Schweißer gehen zusammen Schnecken sammeln – der Deutsche und der Franzose haben schließlich ihr Körbchen voll, nur der Schweizer hat keine einzige Schnecke im Korb. Als er gefragt wird, was los war, meint er *Starker Schweizer Akzent* : “ Ja… immer wenn ich eine gesehen habe… und mich gerade bücken wollte… husch, husch weg war sie…“

  13. Eckhard

    Als Arzt hatte ich erstmal gedacht: Nun ja nix Neues…. Aber….richtig spannend und vielschichtig….Chapeau für die 3 Schweizer Kollegen….eine Meisterleistung….übrigens bin ich in Halle geboren :-))

  14. Anna

    Liebe GAG-Mannen, danke für die Jod&Salz-Geschichte! Hier noch eine kleine Richtigstellung zum Kanton Wallis: Das Adjektiv «walliserisch» oder «walliser» spricht man nicht mit der Betonung auf dem i aus («walisisch», der englische Landesteil Wales), sondern auf dem «a» (wie bei «Wallholz»). Und die Folsäure im Salz gegen Spina Bifida wurde propagiert von der ehemaligen Skirennfahrerin Maria Walliser (Betonung auf dem a) https://xn--stiftung-folsure-7nb.ch/de/stiftung/maria-walliser/. So kommt alles wieder zusammen 😉

    • Jonas

      Dabei hätten sie das nach der Matterhorn Folge doch wissen müssen 🙂 Wenn ich mich recht erinnere haben sie es nämlich in der Feedgag Folge korrigiert.

  15. Hans Ratzinger

    Folsäure ist künstlich hergestelltes Vitamin B9. Die chemische Bezeichnung davon ist Folat. Wie schon erwähnt, ist es essentiell wichtig für die Zellteilung und deshalb besonders in der Schwangerschaft entscheidend für ein gesundes Kind. Der Vitamin B9 Spiegel im Blut steht in starkem Zusammenhang mit dem Homocystein-Spiegel. Ist dieser zu hoch, kann das negative Auswirkungen auf die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems haben.

    • Hans Ratzinger

      Auch die Folsäure wird wie das Jod in manchen Ländern flächendeckend supplementiert. Gesetzlich ist in den USA und Kanada (140 µg Folsäure pro 100 Gramm Mehl), Chile (220 µg) und Ungarn (160 µg) eine Supplementierung von Mehl bereits derzeit vorgeschrieben.

  16. Anne-Marie Klade

    Liebe Grüsse von einer Österreicherin aus Mali, Westafrika. Meine Schwester schickt mir immer wiedereinmal Links, damit ich hier 1.500 km südlich von „the middle of nowhere“ (Timbuktu) auch spannenden intellektuellen Input bekomme. 750 km NÖRDLICH von Timbuktu befindet sich Taoudéni, wo man mitten in der Sahara Salz in grossen Platten abbaut und bis heute mit Kamel-Karawanen befördert. Dieses Salz war auch hier einst so wertvoll, dass man es mit Gold aufgewogen hat!
    Auch hier enthält das im Landesinneren abgebaute Salz kein Jod – bin allerdings nicht sicher, ob es in der Eiszeit mitten in der Sahara Gletscher gegeben hat – und Malier neigen zu Kropfbildung. Allerdings nicht sehr viele, denn Sardinen aus der Dose sind eine beliebte Jause auf Reisen. Das ist ein Jod-Booster, der sofort in die Schilddrüse wandert und dort auch gespeichert wird.
    Danke für eure spannenden Sendungen!

  17. Josef

    In bayrisch-Schwaben sagt man zum Kropf auch „Allgäuer Sportabzeichen“ – weil er im Allgäu genauso verbreitet ist wie das Sportabzeichen, das quasi jeder Schüler bekommt.

    • Ines

      Spannende Folge. Zu der Info von Josef habe ich auch noch einen passenden Fun-Fact wie häufig der Kropf war: In meiner Ortschaft (Alpenvorland, fast schon bei Ulm) gibt es einen Faschings-Verein, dessen Masken ein Gesicht mit Kropf darstellen und genau auf die damals verbreitete Krankheit zurück geht. Die Einwohner der Gemeinde wurden scheinbar auch landläufig als „die Kröpf“ bezeichnet. Heute gilt der Titel zum Glück nur noch für die Karnevalisten hier 😉
      https://www.carneval-club-au.de/
      Danke für diese weitere interessante Folge.

  18. Eberhard

    Hallo,
    es gibt eine interessante Verknüpfung zur Matterhorn-Folge. Edward Whymper war ja nicht nur Bergsteiger, sondern Illustrator und Journalist. In seinem lesenwerten Buch „Scrambles amongst the Alps“ geht er im Kapitel 16 über das Aostatal auf die Problematik Kropf und Kretinismus ein, und erwähnt schon erfolgreiche Behandlungen mit Jod. Interessanterweise stieß das nicht immer auf Gegenliebe bei der Bevölkerung, da so mehr Jungen zum Militärdienst eingezogen wurden.
    https://en.wikisource.org/wiki/Scrambles_amongst_the_Alps/Chapter_16

  19. Steffl

    @Daniel: Wundert mich, dass du bei der Gelegenheit nicht den alten Oberpfälzer Spruch „Vils abwärts Eisen, Vils ausfwärts Salz, das war der Handel der oberen Pfalz.“ erwähnt hast 😉

    Aber vielleicht is der bei uns oben in Amberg auch noch eher bekannt als bei euch in Regensburg, weil mir ham ja ansonsten industriell recht wenig zu bieten gehabt 😅

    Viele Grüße!

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Seit sieben Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

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