GAG365: The Ghost Army

Wir springen in dieser Folge in die letzten Jahre des 2. Weltkriegs. Nach der Landung der Alliierten, wird auf dem europäischen Kontinent ein US-amerikanischer Militärverband wirken, dessen einzige Aufgabe Tarnung und v.a. Täuschung ist.

Wir sprechen in dieser Folge über die 23rd Headquarters, Special Troops, die mit hunderten Künstlern, Audiotechnikern und Funkspezialisten die Wehrmacht hinters Licht führten.

Literatur

Rick Beyer und Elizabeth Sayles: „The Ghost Army of World War II“

Jonathan Gawne: „Ghosts of the ETO – American Tactical Deception Units in the European Theatre 1944-1945)“

Das Episodenbild zeigt einen Teil des inoffiziellen Patches der 23rd Headquarters, der zu Zeiten ihres Wirkens aus naheliegenden Gründen nie getragen wurde.

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12 Replies to “GAG365: The Ghost Army”

  1. Holger

    Hallo ihr beiden danke für den tollen Podcast.
    Richard eine Kritik muss ich doch loswerden du sprichst bei 45:50 von einem Negativ wie zum Beispiel bei einem Dia . Nun muss ich klugscheißen ein Dia ist ein Positiv Film! Sonst würde kein Diaprojektor funktionieren. 🙂 Negativ wurde nur für Abzüge verwendet.

  2. Elke Jacob

    Moin aus Hamburg,
    habe eben die Geschichte über die Ghost Army gehört, die mit einem Hinweis auf Hamburg endet. So weit ich – als Nichthistorikerin – weiß, wurde die große Außenalster tatsächlich mit Holzbuden, Bäumen und Hausattrappen sowie einem riesigen Camouflage-Netz abgedeckt. Aber das wurde nicht gemacht, um den vor allem englischen Bombern, die aus Richtung Lüneburger Heide kamen, eine andere Stadt vorzugaukeln. Mir wurde erzählt, dass diese Bomber die Außenalster als optisches Signal für das Ausklinken der Bomben nutzten, um den Hafen zu zerstören. Der war ja das Hauptziel und das wurde durch die Tarnung der Außenalster angeblich in Teilen geschützt. Aber bitte nichts für ungut, ich finde Euren Podcast toll. Viele Grüße und ahoi aus Hamburg

    • Georg Erdelbrock

      Moin ebenfalls,
      darf mich hier Elke gleich anschließen und mal aus Jörgen Bracker (Hg.): „memo“, Begleitpublikation zur Ausstellung „…wenn alles in Scherben fällt“ – Hamburgs Weg in den Feuersturm – im Museum für Hamburgische Geschichte, Hamburg 1993, Heft 1, S. 120 zitieren:
      „Bereits im Frühjahr 1941 wurde in Hamburg mit dem Bau von Tarnanlagen zum Schutz wichtiger Objekte und Gebäude begonnen. Das umfangreichste Projekt im Rahmen der Tarnmaßnahmen stellte dabei der Versuch dar, die gesamte Binnenalster mit Hilfe von künstlichen Straßen und Häusern „unsichtbar“ zu machen. Durch den Bau einer zweiten Lombardsbrücke 600 Meter weiter nördlich sollte den englischen Bombern die Orientierung anhand des Stadtbildes erschwert werden. Dies erschien um so notwendiger, nachdem am 24./25. Oktober 1940 ein Zufallstreffer auf die Gleisauffahrt zur Lombardsbrücke den gesamten Eisenbahnverkehr für 12 Stunden blockiert hatte. Im Winter 1940 wurde deshalb durch auf der zugefrorenen Binnenalster aufgestellte Reihen von Tannenbäumen, die den Eindruck von Straßen vermitteln sollten, eine notdürftige Tarnung vorgenommen. Nachdem die Bäume mit einsetzendem Tauwetter jedoch inder Alster versunken waren, wurde mit dem Bau einer wetterfesten Anlage begonnen. Mit Hilfe von Schwimmflößen, Holzaufbauten, Netzen und Tuchbespannungen wurde so – farbig bemalt – eine aus der Luft sichtbare Kulissenlandschaft mit Straßen, Gebäuden, Kanälen und Brücken gestaltet. Der Erfolg der Alstertarnung blieb jedoch gering. Den Briten war die Tarnung bereits im Sommer 1941 bekannt, wie Fotos beweisen, die am 18. Juli in der englischen Presse abgedruckt wurden. Der aufwendigen Konstruktion war zudem keine lange Dauer beschieden: Während der Juli-Katastrophe 1943 stellte das trockene Holz ein hervorragendes Ziel für Brandbomben dar und so brannte die gesamte Tarnung in einer einzigen Nacht – am 28. Juli 1943 ab.“
      In „memo“ ist dann folgend auch ein eindrucksvolles Foto der Kulissen abgebildet. Elke und unten folgende weisen ja richtig darauf hin, dass es um die Verschleierung von Landmarken ging, in diesem Fall die BINNENalster, also der südliche, durch die Brücke von der Außenalster abgetrennte Alsterteil. Versuche, Städte verschwinden zu lassen, gab es also nicht gerade 😉 So oder so aber mal wieder eine tolle Folge, vielen Dank und Grüße aus ebenfalls Hamburg, Georg

  3. Frank

    Hi,
    Wie immer Klasse. Letzte Woche bin ich tatsächlich trotz Musik beim ersten Hören eingeschlafen;-)
    Zwei kleine Anmerkungen kann ich mir nicht verkneifen: das getarnte Flugzeugwerk war wohl das Boing-Werk südlich von Seattle. Da bestand eher keine Angst vor deutschen Luftangriffen. Es wurden japanische Luftangriffe befürchtet.
    Eine US Infanteriedivision hatte eine Stärke von etwa 15.000 Mann, wenn die Ghost Army eine Division von 30.000 Mann darstellte, ist das etwas übers Ziel hinausgeschossen.

  4. Lukas

    Tolle Geschichte und trotz der Komplexität (Divisionsnamen etc.) wieder einmal spannend und nachvollziehbar vorgetragen, Richard!
    Ein kleiner Hinweis sei mir gegönnt: In Minute 35 erzählst du richtigerweise, dass die Überquerung des Rheins im März 1945 stattgefunden hat. In Minute 40 findet die Rheinüberquerung dann aber schon am 24. März 1944 statt. Ein klassischer Zahlendreher.
    Ansonsten einsame Spitze!

  5. Dennis von Wildenradt

    Lieber Daniel und lieber Richard,

    vielen Dank erstmal für euren phantastischen Podcast. Als Historikerkollege kann ich gut nachvollziehen, wie schwer es ist komplexe Themen “mundgerecht” runterzubrechen oder auch mal Aspekte wegzulassen. Ihr macht das super.

    Zu der aktuellen Folge noch ein Hinweis: Wenn in Hamburg Teile der Alster (oder auch in Hannover der Maschsee) während des 2.WK abgedeckt/getarnt wurden, dann ging es darum wichtige Landmarken zur Orientierung für die Luftwaffe unkenntlich zu machen.

    Beste Grüße aus Hannover
    Dennis

  6. Hendrik

    Musste bei dem Titel zuerst an die “Ghost Division” denken: Rommels 7. Panzer-Division.. und das ist dann die Gelegenheit, auf den YouTube-Kanal der Metal-Band “Sabaton” hinzuweisen, die in ihren Songs Geschichten aus Kriegen erzählen und auch animierte Videos mit weiteren Details zusammenstellen.. sehr informativ, wenn man sich für dieses Thema interessiert.
    Neben der Ghost Division https://www.youtube.com/watch?v=uGd1h6pchzM geht es auch um Elite-Pilotinnen (“Night Witches”), den Weihnachtsfrieden (“Christmas Truce”).. wie eine Freundschaft zwischen zwei feindlichen Piloten entstand (“No Bullets Fly”).. alles sehr bewegende “Geschichten aus der Geschichte”… 🙂

  7. Mathias

    Eine sehr gute Folge. Ich persönlich mag die militärischen Geschichtsfolgen (so lange sie die etwas unbeachteten bzw. nicht so weit verbreiteten Geschichten erzählen). Wirklich gut!
    Eine Anmerkung: Ohne den erwähnten Historiker Zimmermann (?) gelesen zu haben, hätte ich die Aussage zu den Auswirkungen der Ghost Army so verstanden, dass die Wehrmacht nicht etwa nicht wusste, dass es die Ghost Army gibt (anderes wäre wohl auch sehr überraschend), sondern dass die Täuschung der Ghost Army, also z. B. das Vorhandensein der x. Division hier oder dort nicht „aufgefallen“ ist, also dass die Täuschung „eigentlich“ überflüssig war, weil die Wehrmacht die Geräusche, Brückenelemente, Patches etc. einfach nicht wahrgenommen haben.
    (Was das ganze aber trotzdem nichts von seiner Genialität nimmt, finde ich).

  8. Mithrandir

    Hallo,
    Thema Werbung: Hand aufs Herz: Dinkelvollkorn sind wirklich deine Lieblingsnudeln? Meine Frau hat zufällig mit mir den Podcast gehört und meinte gleich „Never Ever“.
    Auch bei einer vorherigen Folge mit Clark als Partner hatte einer von euch erwähnt, dass er jetzt eine Berufsunfähigkeitsversicherung habe. Ich würde sagen, da hat euch jemand schlecht beraten. Bis bei eurem Job Berufsunfähigkeit bescheinigt wird, muss sehr viel passieren. Einzige Möglichkeiten, die ich sehe: Koma oder Verlust der Stimme.
    Das meine ich ernst. Ich bin freiberuflicher ITler. Die Versicherungsvertreter meines Vertrauens haben mir alle von solch einer Versicherung abgeraten, weil ich eben selbst mit nur einer Hand oder im Rollstuhl noch meinem Job nachgehen könnte.
    Da ist eine Unfallversicherung besser.
    Grundsätzlich habe ich nichts gegen eure Werbung und Koro hat mich tatsächlich durch euch als Kunden gewonnen.
    Aber manchmal trägt ihr schon sehr dick auf. Das hört sich manchmal an, als würdet ihr euch nur von denen ernähren und das nehme ich euch nicht ab.
    Egal, Hauptsache ihr kommt damit klar und macht den Podcast weiter wie bisher.

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Seit sechs Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

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