GAG336: George Smith und die Entdeckung des Gilgamesch-Epos


George Smith, eigentlich Kupferstecher aus armen Verhältnissen und gänzlich ohne wissenschaftliche Ausbildung, macht im British Museum in London eine der sensationellsten Entdeckungen in der Geschichte der Archäologie und wird weltberühmt. Zufällig stolpert er im Jahr 1872 auf einer antiken Keilschrifttafel über ein Textfragment, das ihn an eine Stelle in der Bibel erinnert. Später stellt sich heraus, dass er das Gilgamesch-Epos wiederentdeckt hat – eines der ältesten literarischen Werke der Welt.

Wir sprechen in der Folge über das Leben von George Smith, warum es lange Zeit gedauert hat, die Keilschrift zu entziffern und worum es im Gilgamesch-Epos überhaupt geht.

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25 Replies to “GAG336: George Smith und die Entdeckung des Gilgamesch-Epos”

  1. Mithrandir

    Hallo,
    sehr interessante Geschichte.
    Jetzt weiß ich nicht mehr wer es war, aber einer von euch hat gesagt, dass er endlich ein Tool zur Wissenskatalogisierung gefunden hat.
    Welches ist das?
    Danke und weiter so.
    Gruß
    Mithrandir

    • Monti

      Das ist mir auch hängen geblieben und wäre über Erfahrungsberichte froh. Momentan organisiere ich meine „Wissensdatenbank“ über eine Genealogie-Software welche Zeiten | Personen | Orte ect. verknüpft.

      • Florian

        Ich bin auch wegen der Frage hier im Kommentarbereich, wäre sehr spannend wenn man da drüber sprechen könnte.

        Ich nutze momentan Mendeley, weil es das von der Uni gratis gibt, aber bin nicht wirklich zufrieden.

      • Ingo Schons

        Hallo
        Ich bin gestern über diesen Podcast gestolpert und habe gleich vier Folgen gehört!
        Ich habe vor einiger Zeit einen Bericht – ich glaube von Harald Lesch – über Atommüll-Endlager gesehen, in dem es darum ging, dass wir Schwierigkeiten haben, 5000 Jahre alte Texte zu verstehen und wollen hochgefährliche Substanzen für hunderttausende Jahre sicher verwahren. Wie können wir sicherstellen, dass die Gefahr erkannt wird?
        Liebe Grüße
        Ingo Schons

  2. zottel

    Die beste Folge seit langem, finde ich!
    Mir gefallen immer die Folgen am besten, wo es weniger um die anekdotenhafte Geschichte einzelner Personen, sondern vor allem um historisch bedeutsame Ereignisse geht.
    Diese Folge ist da idealtypisch. Vielen Dank!

  3. Viktoria

    JAAAA!!
    Ich lese seit Wochen über die frühe Bronzezeit und bin so interessiert an der Archäologie und Sprachrekonstuktion dahinter. Ich freu mich sooo sehr über diese Folge. Viele vielen Dank. Genau diese Folge habe ich gebraucht!

  4. Ralf Neitzert

    Die Folge über die Keilschrift und den Gilgamesch-Epos hat mir gut gefallen wie zumeist der Podcast.

    Mich interessiert auch das Tool zur Wissenskatalogisierung, Herr Richard Hemmer. Vielen Dank im voraus für die Auskunft. Ich finde die österreichische Sprachfärbung übrigens sympathisch. Es könnt manchmal etwas weniger schnöselig daherkommen, aber das hat auch seinen Reiz.

  5. Manuel Weber

    Ich glaube ich darf an dieser Stelle noch meinen liebsten aller Hogwards Headmasters empfehlen: Irving Finkel, Kurator in der assyriologischen Abteilung des British Museum.
    Wobei man muss ziemlich zwischen all die Anekoten und blöden Sprüche reinhorchen.
    Beides englisch.

    Hier in einem Speech mit noch weiteres zur kreuzweisen 3er-Entschlüsselung der drei Cuneiform Varianten, wo auch die Felsarbeiten zu sehen sind, offenbar mit viel Kontroversen rund um diese Entdeckung. Etwa ab 24’00“, vorher Cuneiform allgemein:
    https://www.youtube.com/watch?v=PfYYraMgiBA

    Und hier einer wo er Smith einbettet in die Entdeckung eines Tablets, welches scheinbar eine Bauanleitung für die Arche Noah’s enthält. Der weitere Verlauf ist ein Erlebnisbericht wie Finkel sie bauen liess.
    https://www.youtube.com/watch?v=s_fkpZSnz2I

    Finkel ist eine rechte Nummer (im Sinne von: achronistisch, lustig), und das British Museum weiss das sehr wohl und spielt damit. Aber was mir gefällt bei ihm und den Keilschriften, ist dass es sich sehr viele Lebensgeschichten ausdenkt oder erforscht rund um diese Schriftnormalität, wodurch das damalige Leben und der Gebrauch immer wieder vorstellbar wird.

    Gruss!

  6. Stussium

    Kompliment an Daniel. Nicht nur ist die Struktur der Geschichte in Einleitung, Hauptteil und Schluss ist gelungen, sondern auch Cliffhanger werden genutzt. „So als hätte er gewusst, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. (Richard: Ui) Jetzt war ja schon viel über das Gilgamesch-Epos die Rede, vielleicht sollten wir mal darüber sprechen worum es da eigentlich geht.“

  7. Stefan

    Es gibt eine schöne 3 teilige arte Doku zur Entstehung der Schrift wo man zb nochmal genauer erfahren kann wie sich der bedeutende Wandel von reinen Piktogrammen hin zu den praktischeren Lautzeichen in der Schrift vollzogen hat.

    Arte- Saga der Schrift (2019)
    https://youtu.be/sQy-Q_psTJ0

  8. Maria Lehmann

    Vielen Dank für eine überaus spannende Geschichte zur Entzifferung der Keilschrift. An dieser Stelle erinnere ich an Carsten Niebuhr, der zwischen 1761 und 1767 an einer Forschungsreise bis nach Indien teilnahm, mit dem Auftrag, Beweise für den Wahrheitsgehalt der Bibelerzählungen zu erbringen. Nebenbei fertigte er als Erster Kopien der Keilschriftinschriften auf den Ruinen von Persepolis an und lieferte ebenso eine Vorlage für die Entzifferung der Keilschrift.
    Seine „Reisebeschreibung nach Arabien und anderen umliegenden Ländern“ erzählt mit Zuversicht, Offenheit und „Neubegier“ von dieser Reise. Thorkild Hansen hat seine Geschichte in Form eines Romans „Reise nach Arabien“ erzählt. Als einzig Überlebender kehrte Carsten Niebuhr nach Europa zurück.

  9. Birgit

    Also mein Anliegen ist offenbar weder neu noch originell: auch ich bin sehr interessiert an dem Tool zur Informationsspeicherung. Ich suche und probiere auch schon ziemlich lange.
    Die Folge zum Gilgamesch-Epos hat mich aber auch sonst sehr inspiriert. Ich habe meinen Magister über einen Orientalisten im 19. Jahrhundert geschrieben und war auch sehr beeindruckt von der Bedeutung der seinerzeitigen Dilettanten. (Was ja noch nicht abwertend gemeint war)

  10. Hannes B

    Sehr spannende Folge – Vielen Dank!

    Eine interessante Frage ist noch, wie das Gilgamesh Epos den Weg in die Bibel gefunden hat. Es muss ja dann eine Periode in der Geschichte gegeben haben, zur Entstehungszeit der Bibel – weit nach der „Zeitenwende“ – als man von den Keilschrift Fragmenten wusste und sie ggf auch entziffern konnte. Oder gab es parallele Quellen der Gilgamesh Geschichte?

  11. Gimpel

    Vielen Dank für die Folge.

    In der „Frühzeit“ von Wissenschaftszweigen sind die Chancen von Außenseitern sicherlich besonders groß. In Zusammenhang mit der Entzifferung der Keilschrift sollte m.E. Georg Friedrich Grotefend erwähnt werden.
    „Dem deutschen Philologen Georg Friedrich Grotefend (Göttingen) gelang es ohne Kenntnisse von Schrift und Sprache, vor allem aber auch ohne eine parallele Textfassung in anderen Sprachen im Sommer 1802 binnen weniger Wochen fast ein Drittel des gesamten Zeicheninventars [ der vereinfachten persischen Keilschrift ] zu entschlüsseln. Das war möglich, weil es sich um recht einförmige Texte handelte, die weitgehend aus Königsnamen mit Filiation und Titulatur bestand, auf die historische Kenntnisse angewandt werden konnten. Dementsprechend blieben Grotefend die – wenigen – sachlichen Teile dieser Inschriften verschlossen.“ [ https://de.wikipedia.org/wiki/Keilschrift ]

    Und das aufgrund einer Wette :-))

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Seit sechs Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

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