GAG322: Portugal und der Seeweg nach Indien


Im Frühjahr 1504 belagerte ein riesiges Heer aus 50.000 Soldaten, 300 Kriegselefanten und 200 Schiffen die Stadt Kochi an der indischen Malabarküste – dort versuchten 150 Portugiesen mit einem Hilfstrupp einheimischer Soldaten die Übermacht des Samorin aus Calicut (heute Kozhikode) abzuwehren und den bislang einzigen Militärstützpunkt in Indien zu verteidigen.

Gerade erst hatten die Portugiesen den Seeweg nach Indien für sich entdeckt und waren dabei, sich ein weltumspannendes Handelsnetz aufzubauen. Wir sprechen über die Anfänge der europäischen Expansion und wie Portugal zum ersten Weltreich der Geschichte wurde.

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3 Replies to “GAG322: Portugal und der Seeweg nach Indien”

  1. Christian

    Wieder mal eine sehr schöne und interessante Folge, die große Lücken in der Allgemeinbildung geschlossen hat.

    Nur zwei Hinweise, da meine Mutter aus der Gegend (heutiges Kerala) kommt:

    Calicut wird Kalikat ausgesprochen.
    Bei Kochi dachte ich auch an einen Aussprachsfehler,, musst aber feststellen, dass Kochi “nur” für einige hundert Jahre Cochin hieß und seit 1996 wieder Kochi.

    ….
    Aber noch interessanter für die Folge und weil du angesprochen hast, dass die Portugiesen zuerst dachten der Samorin sei christlich:

    In dieser Gegend Indien gibt es der Überlieferung nach schon seit dem ersten und zweiten Jahrhundert Christen, die sogenannten Thomaschristen, heute in mehreren Kirchen organisiert. Der Apostel Thomas soll dort das Christentum verbreitet haben.

    Die Portugiesen waren zunächst verwundert und dann natürlich begeistert, dass es dort Thomaschristen gab. Doch wurden sie dann der nach und nach unter der Oberherrschaft der katholischen Kirche gebracht. So sind die meisten thomaschristlichen Kirchen heute mit der römisch-katholischen Kirche “Uniert”

    Es gibt aber noch Unterschiede und Eigenheiten, die über Jahrhunderte erhalten blieben. So finden Teile der Liturgie bzw. Ritus in Aramäisch und nicht in Latein ein. Aramäisch ist ein hebräischer Dialekt, der zur Zeit Jesu gesprochen wurde. Mein Großvater konnte als tiefgläubiger Christ noch aramäisch lesen, aber kein Latein.

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