GAG538: Das längste Gebirge der Welt
Eine Geschichte über Marie Tharp und driftende Kontinentalplatten
In den 1950er-Jahren beginnt die Geologin Marie Tharp, Karten und Tiefenprofile des Atlantiks zu erstellen. Dabei macht sie eine Entdeckung, die die Sicht auf die Erde für immer verändert hat. Denn sie findet nicht nur den Mittelozeanischen Rücken, das größte Gebirge der Welt, vielmehr erkennt sie, dass es sich um einen Grabenbruch handelt, aus dem neues Material aus dem Erdinneren nach oben kommt.
Marie Tharps Karten ebneten den Weg für die Akzeptanz der Kontinentaldrift-Theorie, die bis dahin mehrheitlich abgelehnt wurde und inzwischen ein Eckpfeiler im modernen Verständnis der Geologie ist. Ein Paradigmenwechsel, den Tharp ins Rollen bringt …
Erwähnte Folgen
- GAG175: C.W. Field und das erste Kabel durch den Atlantik – https://gadg.fm/175
- GAG386: Der Wettlauf zum Nordpol – https://gadg.fm/386
Literatur
- Laura Trethewey, The Deepest Map: The High-Stakes Race to Chart the World’s Oceans, 2023.
- Hali Felt, Soundings: The Story of the Remarkable Woman Who Mapped the Ocean Floor, 2012.
- Jess Keating: Ocean Speaks: How Marie Tharp Revealed the Ocean’s Biggest Secret, 2020.
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Lieber Daniel,
Mal wieder eine super spannende und lehrreiche Folge. Und wieder eine, welche die Nichtanerkennung der Leistungen von Frauen bis in die kürzeste Vergangenheit klar macht.
@Richard: Deine Bemerkung, dass, wenn die Aliens gelandet sind, sie in der Tiefsee leben könnten und ihr Ding machen, wie z.B. der Anglerfisch, kommt vier Tage zu spät. Für eine solche Diskussion ist der grossartige Alienforscher, Erich von Däniken, von uns gegangen. Mit ihm hättest Du sicher über Formen und Aufenthaltsorte der Ausserirdischen trefflich diskutieren können.
Macht genauso weiter. Freue mich immer auf Mittwoch.
Beste Grüsse.
Gerd
https://de.wikipedia.org/wiki/Erich_von_Däniken
Auch der Astrophysiker Chandra Wickramasinghe (https://de.wikipedia.org/wiki/Chandra_Wickramasinghe), ein Vertreter der Panspermie (https://de.wikipedia.org/wiki/Panspermie) hat mal Meereslebewesen unter Alien-Verdacht gestellt: die Kraken.
Selbstverständlich halten die echten Experten, die echten Forscher, nämlich die Biologen, nichts davon, denn alle Lebewesen der Erde, inklusive Anglerfische und Oktopoden, passen perfekt in den phylogenetischen Baum (https://de.wikipedia.org/wiki/Phylogenetischer_Baum). Sie haben engere und weiter entfernte Verwandte, nach allen verwendeten Kriterien: Morphologie, Physiologie, Verhalten, Genetik, Ontogenie, Biogeographie…
Echte Aliens würden nicht in den Baum passen. Sie würden nicht aussehen wie Schauspieler mit Knete im Gesicht, wie bei Star Trek, und sie wären auch keine klaren Wirbeltiere wie Anglerfische und keine klaren Weichtiere wie Kraken. Die Ideen von Däniken und Wickramasinghe gehören in die gleiche Sparte wie Star Trek: Science Fiction.
Vielen Dank für eine weitere großartige und sehr spannende Folge!
@Daniel
„[…] in unserem ersten Buch […]“
Heißt das, wir füttern uns auf ein (bald erscheinendes) zweites Buch freuen? Stark!
Das war wieder mal eine Folge, die besonders spannend war.
Meine Frage dazu: wo gibt es die Möglichkeit, diese spezielle Karte von Heinrich Berann zu erwerben ?
Danke!
Und – Forschung und Expeditionen in der Geschichte interessieren mich besonders!
LG und danke für euren tollen Podcast!
Ich denke hier geht das:
https://www.worldmapsonline.com/vintage-world-ocean-floor-map-1977-bathymetry-map-by-heezen-tharp/
Moin,
tolle Folge in einem tollen Podcast. Eine schöne weitere Info habt Ihr leider liegenlassen: Der Maler des Panoramas ist nicht irgendein Maler gewesen, sondern der Erfinder der Skipanoramen, die Viele kennen. Hier ein Interview mit seinem mittlerweile Recht betagten Schüler: https://www.spiegel.de/reise/europa/skipisten-plan-maler-der-mann-der-die-karten-der-skigebiete-malt-a-1187979.html?sara_ref=re-so-app-sh
Macht weiter so.
Schöne Grüße von der dänischen Grenze
Patrick
Lieber Daniel, lieber Richard,
Vielen Dank für Eure Podcasts! Auch diese Folge wieder einmal super spannend, informativ und Lust-auf-mehr machend… Persönlich finde ich ja immer das Thema interessant, wenn es um die weißen Flecken der Erde geht und wie viel es davon dann doch noch gibt. So auch insgesamt bei Ausgrabungsstätten.
Solltet ihr mal Interesse haben, an einer Wüsten-Expedition in ein bisher großteils unerforschtes Terrain (rub al khali – das leere Viertel), „hört“ gerne hier hinein:
https://youtu.be/UpEylF1ZUSs?si=n8XcWai05MoXet8b
Diese Forschungsreise ist im Vgl. zu den anderen „brandneu“ – aber vielleicht trotzdem interessanr für euch.
Herzliche Grüße nach Wien! Luise
Was mich immer wundert:
Wie haben denn diejenigen, die die Theorie von der Kontinentaldrift belächelten, die offensichtliche Passgenauigkeit der Küsten Südamerikas und Afrikas erklärt?
Gibt es eine Link zu der viel gelobten Karte vom Meeresboden?
Lieber Daniel, lieber Richard,
Vielen Dank für diese wieder sehr interessante und unterhaltsame Episode. Ich war schon etwas verwundert, dass sich die Theorie der Kontinentaldrift erst so spät durchgesetzt haben soll. Zumal sie in meiner Schulzeit völlig selbstverständlich unterrichtet wurde.
Inzwischen habe ich in einem Erdkundebuch von 1930 nachgelesen in dem die Theorie schon erklärt wird und auch im Brockhaus von 1935 steht: “ … berühmt machte ihn [Alfred Wegener] aber vor allem seine Verschiebungstheorie …“
Also fehlten mal wieder lange die Argumente einer Frau 🙂
Macht weiter so!