GAG512: Eine kleine Geschichte der Sonnenbrille

Sommerzeit! Wir springen daher in dieser Folge an den Beginn des 20. Jahrhunderts, als jenes Objekt erfunden wird, das uns in dieser Jahreszeit ständig begleitet: die Sonnenbrille. Wir sehen uns an, wann die wissenschaftliche Grundlage dafür geschaffen wurde und welche kulturelle Bedeutung die Sonnenbrille seither eingenommen hat.

Erwähnte Folgen

Literatur

  • Brock, William H. „The Royal Society’s Glass Workers’ Cataract Committee; Sir William Crookes and the Development of Sunglasses“. Notes and Records of the Royal Society of London 61, Nr. 3 (2007): 301–12.

  • Hartewig, Karin. Der verhüllte Blick: Kleine Kulturgeschichte der Sonnenbrille. Marburg: Jonas Verlag, 2009.

  • Vanessa Brown. Cool Shades: The History and Meaning of Sunglasses. Bloomsbury Publishing, 2014.

Das Folgenbild zeigt Miles Davis im Jahr 1984, mit Sonnenbrille

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16 Replies to “GAG512: Eine kleine Geschichte der Sonnenbrille”

  1. Barbara Fischer-Bossert

    An denjenigen, der angepasste Gläser („mit Stärke“) trägt: Schon mal was von phototropen Gläsern gehört? Da ist die Sonnenbrille gleich eingebaut. Ist zwar teurer (logisch) und hilft auch im Auto nix, aber sonst … Fürs Auto empfehle ich einen Sonnenvorhänger, den schneidet der Optiker auf die Maße der normalen Brille zurecht. Viel billiger als eine zusätzliche geschliffene Sonnenbrille. Ich selbst trage seit Kindergartenzeiten (was inzwischen deutlich mehr als ein halbes Jahrhundert her ist) Brille (zwischendurch auch mal Kontaktlinsen) und habe so ziemlich alles ausprobiert außer mir an den Augen herumschnippeln zu lassen.

    • Barbara Fischer-Bossert

      Sorry, hatte den Kommentar geschrieben, bevor ich den Podcast zu Ende gehört hatte. Selbsttönende und phototrope Gläser sind natürlich dasselbe.

    • Daniel Jörg

      Coole episode 😎. Interessant vielleicht der Song eines Dwight Pullen (wohl ehem. Gitarrist von Gene Vincent) “Sunglasses after Dark” schon 1958, dann gleichnamiger Titel von The Cramps von 1979/80.

  2. Dirion

    Hallo, schöne Folge die einen weiteren Alltagsgegenstand näher beleuchtet.
    Zum Thema, Personen die häufig mit Sonnenbrillen abgelichtet werden. Ich möchte einen Sänger ergänzen der für mich noch vor Udo Lindenberg quasi mit seiner Sonnenbrille verwachsen scheint. Das hat , so meine ich, auch medizinische Gründe. Die Rede ist natürlich von Heinz Georg Kramm, den meisten besser beknnt als Heino. Wie konntet ihr den vergessen. Wobei die Tatsache , dass er euch nicht sofort ins Gedächtnis kam spricht, wie ich finde, eher für euch.
    Sonnige Grüße.

    • Kati

      Die Lösung für dieses „Sonnenbrillen mit Stärke“-Problem ist übrigens ein Brillengestell mit magnetischen Clips zB von Solano 😉

  3. Maria

    Ich hoffe, das setzt sich auch bald in Deutschland durch:
    aus Spanien kenne ich Brillen, bei denen man zusätzlich zum Gestell ein exakt passendes Zusatzteil kauft, in dass man getönte Gläser nach Geschmack einbauen lassen kann, und das man mittels zweier winziger Magnete einfach auf die Brille anklicken kann. Superpraktisch!
    Gestell und Zusatzteil sind aus super dünnem, leichtem Kunststoff, irgendwas mit Carbon-bla-bla, so dass es nicht auffällt, dass man noch etwas vor die Brille geschoben hat, wie es bei den von Barbara erwähnten Sonnenvorhängern der Fall ist, die es fast nur noch mit einer ziemlich klobigen Klammer zu kaufen gibt. Noch sperriger sind solche, die man nach oben wegklappen kann, und mit denen man dann aussieht, als hätte sich einem ein ziemlich großes Insekt zwischen die Augenbrauen gesetzt.

    Ich selbst habe immer Probleme mit dem Tragen einer Sonnenbrille, weil sich die Farben so sehr verändern und damit auch meine Stimmung. Ich werde dann unruhig und denke immer wieder: Was? Es ist schon so spät am Tag? Oder dass unbestimmte Gefühl bekomme, dass es so dunkel ist, weil bald ein Gewitter kommt.

    DANKE BESONDERS FÜR DIE FOLGEN ÜBER DIE GESCHICHTE ALLTÄGLICHER GEGENSTÄNDE!

  4. Manfred Polak

    Einer, der schon im 18. Jh. oft getönte (nämlich grüne) Gläser getragen hat, war Maximilien de Robespierre:
    https://medium.com/@coatandbreeches/the-enigmatic-green-lenses-of-robespierre-65894300ff75
    Natürlich gibt es keine Fotos von ihm, und angeblich mochte er es auch nicht, mit Brille (getönt oder nicht) gemalt oder gezeichnet zu werden. Deshalb hier stellvertretend Screenshots von Abel Gances monumentalem Stummfilm-Epos NAPOLÉON VU PAR ABEL GANCE von 1927:
    https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEjMg9W3N4xBzeOL8vPM-jKm8EbRJmdashL5hrGVOcQKtKW7WKI_Y-z9TDj11iCiY-Uu-58tBPyOO7Deg6JNHm2K2XBO1KQGU7pGcLQABZZ84uGKs0jyMg1-2Fnmaz8Wn7aOYw2qlS4MFopXUXsXjetbGF8nhfcu8_Xi8xcvpw2nOYOKe0zb2vQ9BnCYdpw/s2872/Napoleon_08.jpg
    https://blogger.googleusercontent.com/img/b/R29vZ2xl/AVvXsEhfIK-MAgE8TCgMjRSCGEYsoXbaZe7BCov7aT0kvb-nEVBvIP18uVadbgfJ-grjQpC7Q-giCjCq7aT7Q-h6js9fYzO9hc2xqjYcxpkniYqQO0oQ86rBYaAlzUj0HE_OU9fFPydB7cVysl3eBiQ5pdX2URl0cuDSUkt_YbGxwlXkN5oegSWpW5w4XKkfdXQ/s2872/Napoleon_05.jpg
    (im unteren Bild sind auch noch Danton und Marat dargestellt)
    Was den Gegensatz von „hip“ und „square“ betrifft, da hat Huey Lewis schon vor fast 40 Jahren einen Kommentar abgegeben:
    https://www.youtube.com/watch?v=HbF1g3k2mtw
    Heute eher vergessen ist Rocky Sharpe, aber seine Matrjoschka-Sonnenbrillen fand ich damals cool:
    https://www.youtube.com/watch?v=FH_7s3bdgio

  5. Christian

    Da ich selbst Brillenträger bin, betrifft mich das von Daniel angesprochene Thema bzgl. optischen Sonnenbrillen und ständiges hin und her wechseln auch. Die Idee mit den elektrisch umschaltbaren Brillengläsern hat mich sehr interessiert. Und siehe da, eine kurze Recherche hat gezeigt, dass es das tatsächlich seit kürzerem gibt! Das ganze nennt sich „elektrochrome Brillengläser“, einfach mal die Suchmaschine der Wahl anwerfen.
    Also Vielen Dank an euch beide für diese Folge, meine nächste Brille wird vermutlich eine Brille mit elektrochromen Gläsern!

  6. Anette

    Die selbst verdunkelnden Gläser sind im Laufe der Jahrzehnte sicher besser geworden, aber grundsätzlich gibt es die schon eine ganze Weile: meine Mutter hatte eine Ende der 70er – was mich damals total fasziniert hat.
    Und natürlich nicht zu vergessen … in Hitchhiker’s Guide gibt es die Brille, die bei Gefahr schwarz wird… „Joo Janta 200 Super-Chromatic Peril Sensitive Sunglasses To help you develop a relaxed attitude to danger. At the first hint of trouble, they turn totally black, and thus prevent you from seeing anything that might alarm you.“
    (als führerscheinlose Beifahrerin habe ich mir öfters solch ein Teil gewünscht 😈)

  7. Horst

    In den 1960er-Jahren war es jungen Männern in Rumänien streng verboten, Sonnenbrillen zu tragen – man verband sie mit dem „dekadenten“ Einfluss der US-amerikanischen Filmindustrie. Mein Vater aber wollte nicht darauf verzichten. Als Student an der Sportuniversität in Bukarest und leidenschaftlicher Skifahrer in den Karpaten war eine Sonnenbrille für ihn die perfekte Mischung aus Notwendigkeit und Stil.

    Eines Tages wurde er deshalb von der Securitate gestoppt: Während er wie ein „Bulibașa“ stolz den Boulevard entlangschlenderte, klopften ihm die Männer von hinten auf die Schulter und stellten ihn zur Rede. Doch mein Vater war vorbereitet. Er zog seelenruhig sein ärztliches Attest hervor – Diagnose: Schneeblindheit. Damit waren die Schergen entwaffnet und mussten unverrichteter Dinge abziehen. Mein Vater hingegen lachte sich ins Fäustchen: Die Diagnose war weniger ein gesundheitliches Problem als ein perfektes Alibi – schließlich wollte er vor allem eines: eine Sonnenbrille tragen wie ein Filmstar.

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