GAG539: Der Mongolensturm und das Jahrzehnt der Witwen

Wir springen ins Jahr 1241. Mongolenheere haben bereits die kämpfenden Eliten Osteuropas ausgeschaltet, stehen nun kurz davor, Wien einzunehmen. Doch dann kommt alles ganz anders.

Wir sprechen in dieser Folge über das Jahrzehnt zwischen 1241 und 1251, und die Rolle, die drei mongolische Herrscherwitwen in dieser Zeit spielen. Es geht um interne Machtkämpfe, eine Neuausrichtung des Reichs und weshalb wir jene Witwen als die Architektinnen dieser Neuausrichtung betrachten können.

Erwähnte Folgen

Literatur

  • Ala Ad Din Ata Malik Juvaini, Übersetzung: John Andrew Boyle. The history of the world-changing conqueror. Harvard University Press, 1958.

  • Broadbridge, Anne F. Cambridge Studies in Islamic Civilization: Women and the Making of the Mongol Empire. Cambridge University Press, 2018.

  • Bruno de Nicola. Women in Mongol Iran: The Khatuns, 1206-1335. Edinburgh University Press, 2017.

  • Friar Giovanni diPlano Carpini. The story of the Mongols whom we call the Tartars. 2005.

  • Göckenjahn, Sweeney. Der Mongolensturm. Berichte von Augenzeugen und Zeitgenossen 1235-1250. Styria Verlag, 1985.

  • Jack Weatherford. The Secret History of the Mongol Queens: How the Daughters of Genghis Khan Rescued His Empire. Crown, 2010.

  • James Chambers. The Devil’s Horsemen: The Mongol Invasion of Europe. Weidenfeld and Nicolson, 1979.

  • Peter Jackson. The Mission of Friar William of Rubruck. Ashgate Publishing. 1990.

  • Rashīd al-Dīn Ṭabīb Übersetzung: J.A. Boyle. The Successors Of Genghis Khan. Columbia University Press. 1971.


Das Episodenbild zeigt Königin Sorghaghtani in einer Darstellung aus dem frühen 14. Jahrhundert.

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12 Replies to “GAG539: Der Mongolensturm und das Jahrzehnt der Witwen”

  1. Joris

    Nach fast 540 durchgehörten Folgen nun ein erster Kommentar, weils grad so gut passt: Zur Zeit läuft im Museum Rietberg in Zürich eine grosse Ausstellung mit über 200 Leihgaben aus der Mongolei, wobei die Stadt Karakorum eines der drei Hauptkapitel der Ausstellung ist! Vielleicht sollte man sich die (grossartige!) Folge parallel zum Besuch anhören!
    (Disclaimer: Ich arbeite am Museum)

  2. Christoph

    […] Der Rubruck. Kennst du den? … Für unser ERSTES Buch habe ich seinen Reisebericht als Thema vorgeschlagen.

    Ist da was in der Pipeline?

  3. Pascal

    Was für eine Einleitung! Ich konnte es praktisch vor mir sehen wie der dicke Mongolische General, der auf kein Pferd mehr passt, die Ungaren in die Falle lockt. Grosartig erzählt Richard!

    PS: Könntest du die ganze Geschichte bitte noch in einer 5-Staffeln-Serie verfilmen?

    • Thomas+K

      >PS: Könntest du die ganze Geschichte bitte noch in einer 5-Staffeln-Serie verfilmen?
      Dieses PS erweckt den Eindruck, dass du dir den Vorrat an Kartoffelchips für das Bingewatchen dieser Serie schon besorgt hast.

  4. Helga K.

    Eine sehr schöne Geschichte und wunderbar erzählt. Aber warum wurden die 3 Witwen in der Geschichtsschreibung nicht erwähnt? Daran waren die Frauen auch selbst beteiligt, weil sie systemimmanent ihre Söhne auf den Thron setzen wollten. Sie hatten ja vielleicht auch Töchter. In patriarchalen Gesellschaften ist es ungefährlicher und erfolgreicher einen Mann zu fördern. Dann bekommen die Frauen auch etwas vom Reichtum oder Ruhm ab.
    Eine sehr nette Geschichte, die ich hier aber nur aus der Erinnerung nacherzählen kann, wird von Frau Churchill erzählt. Sie geht mit ihrem Mann durch London spazieren und werden von einigen Menschen gegrüßt, mit denen sie sich kurz unterhalten. Frau Churchill unterhält sich etwas länger mit einem Straßenkehrer. Danach fragt ihr Mann, warum sie sich so angeregt unterhalten habe. Er habe sich in früherer Zeit um sie bemüht. Siehst du, wenn du ihn geheiratet hättest, dann wärst du die Frau eines Straßenkehrers geworden, meinte Churchill. Nein, antwortete seine Frau, wenn ich ihn geheiratet hätte, dann wäre er Prenierminister geworden.

  5. Wolfgang

    Hallo Richard + Daniel, ich wollte Euch schon anschreiben genau dieses Ereignis zu betrachten.
    Warum?
    Teile Böhmens wurden durch die Mongolen teilweise entvölkert.
    Es wurden Siedler aus Tirol, Schwaben Bayern angeworben.
    Aus diesen Siedlern wurden über die Zeit die Sudetendeutschen zwischen Prag und der Slowakei.
    Die Husitenkrieg (gibt eine Folge dazu) haben mehr als 1/3 davon getötet.
    Das + der 30-Jährige Kriege (Plus Ultra Staffel) führt zu den Katholischen „Sprachinseln“ .

    Jetzt habt Ihr einen großen Teil meiner väterlichen Abstammung abgehandelt.

  6. Andree Bock

    Mir war dazu eingefallen, dass -obwohl er nicht ausführlich besprochen wurde- der Mythos umgeht, Dschingis Khan habe bei seiner Geburt einen blutigen Klumpen in der Hand gehalten habe – das Zeichen eines großen Kriegers. Und genau das, also mit dem blutigen Klumpen, hattet ihr in einer Episode uber den Schwedenkönig Gustav erzählt
    Ich frage mich, ob da jemand einen Mythos einfach so übernommen hat. 🤔
    Gruß aus dem Norden!

  7. Thomas

    Eine großartige Folge!!! Auf mehreren Ebenen. War gefesselt von Anfang bis zum Ende.
    Vielen Dank!

    PS: Lasst es sein mit Euren Hinweis das das Feedback in einer neuen Feed-GAG Folge kommt. Wird doch sowieso nichts draus oder ist so lange her, dass man gar nicht mehr sich an die Zusammenhänge erinnern kann. Macht Euch keinen Stress und schlechtes Gewissen. Schreibt wichtige Korrekturen einfach zu den Texten einer Folge auf den jeweiligen Seiten.

  8. Julia

    Fantastisch! Ich liebe Richards ausschweifende Einleitungen, man weiß am Anfang nie, wo man am Ende landen wird. Und spannend, wie nah Wien und Europa da am Untergang vorbeigeschrammt sind. Völlig unterschätzte Geschichte!

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